Stadt kämpft um Fußweg zur Stockerhütte. Servitutsrecht der Stadtgemeinde soll bald eingetragen werden, damit Hütte zumindest zu Fuß versorgt werden kann.

Von Birgit Kindler und Inge Moser. Erstellt am 17. Mai 2019 (03:09)
Privat
Stockerhütte 

Die Stockerhütte beschäftigt auch die Stadtgemeinde. Bis jetzt beschränkte sich der Rechtsstreit auf die Naturfreunde und die Familie Schmalzl, die durch Rechtsanwalt Stefan Gloss vertreten wird. Verfahren sind noch anhängig, was die Versorgung der Stockerhütte über einen Weg der Familie Schmalzl betrifft.

„Seit 30 Jahren geht die Wilhelmsburger Bevölkerung zur Stockerhütte und hat sich dadurch das Wegerecht ersessen"

In der Gemeinderatssitzung brachte SP-Bürgermeister Rudolf Ameisbichler jetzt einen Dringlichkeitsantrag ein. „Seit 30 Jahren geht die Wilhelmsburger Bevölkerung zur Stockerhütte und hat sich dadurch das Wegerecht ersessen. Darüber hat uns die Rechtsanwältin der Naturfreunde Susanne Binder-Novak informiert“, berichtete Bürgermeister Rudolf Ameisbichler. In der Vergangenheit sei der Weg aber nicht betretbar gewesen, durch umgestürzte Bäume und Absperrungen.

„Wir wollen den Weg weiterhin benutzen und fordern daher die Eintragung dieses Servitutsrechts. Wenn wir das nicht schriftlich bestätigen, verfällt es“, sagt Ameisbichler. Durch die Eintragung müsse der Weg frei gemacht werden und die Stockerhütte könne zumindest zu Fuß versorgt werden.

„Wir haben eine Antwort von Anwalt Gloss erhalten, er bittet uns, auf eine Entscheidung des Landesgerichts, die noch ausständig ist, zu warten. Gloss spielt auf Zeit – wenn wir uns daran halten, versäumen wir vielleicht den Stichtag. Wir sollten das besser früher als später machen“, so Ameisbichler. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.