Gars: Fidelio.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 22. Juli 2019 (11:26)
Prieler

Ach ja, die Liebe. Steigt in die tiefsten Kerker, sprengt die schwersten Ketten, straft die übelsten Bösewichte. Und kennt weder Furcht noch Wanken, auch nicht in den wahrhaft gruseligen Folterkammern und Mördergruben der Garser Burgruine. Und doch fehlt es heuer dort ein bisschen an Mut, auch an Revolutionsgeist, vor allem an Leidenschaft. Die hätte auch Magdalena Renwarts etwas blasse Leonore nötig gehabt, während Herbert Lippert einen glaubhaft gequälten Florestan, Wilfried Zelinka einen getriebenen Pizarro und Ian Spinetti & Caroline Wenborne einen frischen Jaquino & eine resche Marzelline abgeben. Bleiben die mahnenden Worte, die Stephan Bruckmeier (Regie) in leuchtenden Buchstaben auf die Bühne schreibt: „Liebe, Freiheit, Menschenrechte…“

Fazit: Ein Heldinnen-Epos, dem bei aller Liebe das innere Feuer abgeht. Schade!