Immobilienrecht.

Erstellt am 11. Februar 2019 (08:32)
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Wasserschaden durch Unwetter – was kann man tun?

Mag. Daniela Sylvia Holzer: Ist der Gebäudeeigentümer betroffen, steht die Schadensminderung durch rasches Handeln an erster Stelle. Dies, um einerseits Hab und Gut zu erhalten, und andererseits, um mögliche Ersatzleistungen durch Versicherungen zu wahren. Im Bereich des Versicherungsvertragsrechtes wird dem Versicherungsnehmer nämlich schon dann grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen, wenn dieser einfachste, naheliegende Überlegungen nicht anstellt und Maßnahmen nicht ergreift, die jedermann einleuchten müssen. Führt dieses Verhalten zur Vergrößerung des Schadens, muss die Versicherung nicht zahlen.

Ob Versicherungen bei pflichtgemäßem Verhalten, zu welchem auch die Schadensdokumentation und Meldung zählt, für Schäden aufkommen, hängt primär vom Bestehen eines Versicherungsvertrages als auch von dessen Art, Inhalt und Umfang ab. Für Immobilien im Schadensfall relevant ist die Unterscheidung zwischen Haushalts- und Gebäudeversicherung.

Während Erstere Beschädigungen an Einrichtungsgegenständen auffangen, ersetzen Gebäudeversicherungen wiederum entstandene Beeinträchtigungen an der Substanz des Eigenheimes und den damit fest verbundenen Teilen. Um Lücken im Versicherungsschutz zu vermeiden, empfiehlt sich der Abschluss beider Verträge, wobei es Elementarereignisse, wie z. B. Naturkatastrophen, einzubeziehen gilt. Leisten Versicherungen – warum auch immer – keinen Ersatz, gilt es noch zu prüfen, ob die Kosten des Unwetterschadens im Rahmen der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können.

zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Mag. Daniela Sylvia Holzer
Rechtsanwältin in St. Pölten
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