Internetrecht.

Erstellt am 25. März 2019 (11:41)
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Symbolbild 

Was ist die Zwei-Faktor-Authentisierung?

Mag. Thomas Reissmann: Die Zwei-Faktor-Authentisierung bezeichnet den Identitätsnachweis eines Nutzers durch Kombination zweier unterschiedlicher und v. a. unabhängiger Komponenten. Die häufigsten Komponenten sind etwas, „das man weiß“ (Wissens-Faktor, z. B. ein Passwort), „das man ist“ (Sein-Faktor, z. B. Fingerabdruck) und „das man besitzt“ (Haben-Faktor). Ein Beispiel für den Haben-Faktor ist das Mobiltelefon: Dessen Besitz lässt sich durch Eingabe einer Transaktionsnummer nachweisen, die per SMS an das Telefon geschickt wurde. So funktioniert beispielsweise das e-Banking mit TAN-Codes.

Achtung: Obwohl Benutzernamen und Passwörter zwei Merkmale sind, gehören sie doch zum selben Authentifizierungsfaktor (Wissen), sind also nur eine Ein- Faktor-Authentifizierung und entsprechend unsicher. Einfache Passwörter können gehackt werden, komplexe und halbwegs sichere Passwörter vergisst man leicht.

Um es Online-Betrügern so schwer wie möglich zu machen, sollte man auf Bestell-Portalen, seinen Social Media-Seiten und überall dort, wo persönliche Bank-und Kreditkartendaten hinterlegt sind, die Sicherheitsstufe beim Login erhöhen.

Da mittlerweile die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Unternehmen verpflichtet, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz personenbezogener Daten seiner Kunden zu gewährleisten, wird eine Zwei-Faktor-Authentisierung bereits häufig angeboten, muss aber speziell aktiviert werden. Der Login wird etwas aufwändiger, zugleich aber viel sicherer!

zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Mag. Thomas Reissmann
Rechtsanwalt in Korneuburg
office@reissmann.at
02262/61834

 

Eine Kooperation der NÖN mit der Rechtsanwaltskammer NÖ. www.raknoe.at