Sommerthema.

Erstellt am 16. Juli 2018 (00:01)
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Ausblicksdrama statt Panorama!

Dr. Gernot Satovitsch: Sie haben ein Zimmer mit traumhaftem Meerblick gebucht, aber ein „Innenhofpanorama“ erhalten? Dann ist die Urlaubsfreude meist getrübt: Es liegt ein Reisemangel vor, den Sie nicht hinnehmen müssen!

Achten Sie bereits bei der Buchung, dass der vereinbarte Meerblick auch in der Buchungsbestätigung vermerkt ist: Dadurch vermeiden Sie Beweisprobleme über die gebuchte Zimmerkategorie.

Bei einer Pauschalreise, welche neben der Unterkunft zumindest eine weitere verbundene Reiseleistung (etwa Transport) beinhaltet, informieren Sie umgehend den Reiseveranstalter oder dessen Vertreter vor Ort – vorzugsweise auch schriftlich – und bestehen Sie auf Ihr gebuchtes Meerblickzimmer. Sollten Sie dieses nicht umgehend erhalten, empfiehlt sich die Beweissicherung durch Fotos zur nachträglichen Geltendmachung Ihres Preisminderungsanspruchs, welcher bei Pauschalreisen gewöhnlich fünf bis zehn Prozent des Reisepreises beträgt. Machen Sie Ihren Gewährleistungsanspruch rasch geltend – dieser verjährt nach zwei Jahren ab Rückkehr.
Selbst wenn Sie keine Pauschalreise gebucht haben, besteht ein Anspruch auf den zugesagten Meerblick. Erfahrungsgemäß ist ein Preisminderungsanspruch gegen einen Privatzimmervermieter oder ein Hotel im Ausland nachträglich nur schwer durchzusetzen.
Ratsam ist, ein Zimmer ohne zugesagten Meerblick bereits vor Bezug abzulehnen oder sogleich eine angemessene Preisminderung zu vereinbaren – zu Beweiszwecken am besten schriftlich.

 

zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Dr. Gernot Satovitsch
Rechtsanwalt in Baden
02252/86065
office@satovitsch.at

 

Eine Kooperation der NÖN mit der Rechtsanwaltskammer NÖ. www.raknoe.at