Winterthema.

Erstellt am 02. Januar 2019 (00:01)
Einsatzdoku.at/Lechner

Abtransport im Akja oder Hubschrauber – wer hat die Bergungskosten zu tragen?

Mag. Christoph Marik: Der wohlverdiente Winterurlaub steht vor der Tür, jedoch kann ein Skiunfall nicht nur Schmerzen, sondern auch finanzielle Belastungen verursachen. Viele Skifahrer unterschätzen, dass bei Unfällen im Gebirge die Einsätze der Bergrettung nicht von der österreichischen Sozialversicherung gedeckt sind.

Zwar sind die Kosten der medizinischen Behandlung abgedeckt, aber Bergungskosten und die Kosten der Beförderung bis ins Tal bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik werden nicht ersetzt. Vor allem eine Bergung mit dem Hubschrauber wird teuer. Für eine halbe Stunde können Kosten bis zu 3.500 Euro entstehen. Im Falle eines Unfalls hat der Verunglückte bei der Wahl des Rettungsmittels nicht mitzureden. Was zum Einsatz kommt, entscheidet die Rettungsleitstelle.

Mein Tipp: Der Ersatz der teuren Bergungskosten lässt sich durch den Abschluss einer zusätzlichen privaten Versicherung vermeiden. Durch Mitgliedschaften im Alpenverein, bei den Naturfreunden oder auch durch manche Kreditkarten werden Bergungskosten abgesichert.

Wichtig: ein genauer Blick auf die Versicherungsbedingungen!

Sollte man unverschuldet in einen Skiunfall verwickelt werden, können die (Transport-)Kosten nach schadenersatzrechtlichen Bestimmungen vom Unfallverursacher zurückgefordert werden. Auch ist zu prüfen, ob der Pistenbetreiber seinen Verkehrssicherungspflichten nachgekommen ist, da auch diesen eine Haftung für die Folgeschäden des Unfalls treffen kann. Jedoch zieht dies meistens ein aufwändiges Zivilverfahren nach sich.

zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Mag. Christoph Marik
Rechtsanwalt in Mödling
02236/865416
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Eine Kooperation der NÖN mit der Rechtsanwaltskammer NÖ.
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