Winterthema.

Erstellt am 02. Januar 2018 (00:01)
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Wo darf man mit Schneeschuhen wandern?

Mag. Michael Pfleger: Urlaubsregionen werben oft mit Bildern von Urlaubern, die mit Schneeschuhen durch die verschneite Winterlandschaft wandern. Viele Menschen inspiriert das, Wanderungen abseits von markierten Routen durchzuführen. Dabei ist Vorsicht geboten: Nicht überall darf ungefragt gewandert werden, denn der Grundstückseigentümer kann das Betreten seines Grundstückes verbieten. Ein Verstoß dagegen kann zu einer kostenintensiven Besitzstörungsklage führen. Es ist empfehlenswert, sich im Vorhinein kundig zu machen, wessen Grundstücke man betritt und ob der Eigentümer damit einverstanden ist. Man ist daher gut beraten, bestehende und gekennzeichnete Wege zu benützen. Ein Weg ist eine Landfläche, die von jedermann unter den gleichen Bedingungen für den Verkehr jeder Art benützt werden darf. Es ist irrelevant, ob die Verkehrsfläche angelegt wurde oder durch bloße Benützung entstanden ist. Ohne entsprechende Kennzeichnung kann man davon ausgehen, dass der Weg öffentlich und für jedermann begehbar ist.

Während das Betreten von Äckern, Wiesen und Weiden problematisch sein kann, bestehen für den Wald großzügigere Bestimmungen. Hier besteht Wegefreiheit, somit darf jedermann den Wald zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten. Betreten umfasst keinesfalls ein Befahren, auch nicht mit einem Fahrrad. Das Forstgesetz bietet dem Eigentümer auch Möglichkeiten, Teile seines Waldes zu sperren, zum Beispiel den Jungwald. Daneben gibt es je Bundesland noch zahlreiche Sonderbestimmungen – wie beispielsweise Beschränkungen durch Jagdgesetze und naturschutzrechtliche Vorschriften.

zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Mag. Michael Pfleger
Rechtsanwalt in Amstetten
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