Was versteht man unter Fluggastrecht.

Erstellt am 24. Juni 2019 (09:34)
APA (dpa)
Symbolbild

Mag. Johannes Stephan Schriefl: „Bin dann mal auf Urlaub!“ – die meisten können sich wohl noch an das Flugchaos vergangenes Jahr im Sommer auf dem Flughafen Wien-Schwechat erinnern.

Für dieses Jahr wurde zwar durch den Flughafen und die Airlines bereits vorgesorgt, doch vor Flugverspätungen, Flugausfällen oder verpassten Anschlussflügen ist man nicht gefeit. Egal ob berufliche Reisen, wohlverdienter Urlaub oder einfach nur ein kurzer Städtetrip, wie steht es um Ihr Recht?

Wird ein Flug gestrichen, ist er überbucht oder wird die Beförderung verweigert, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf eine vergleichbare andere Beförderung an den Zielort oder auf eine Erstattung der Kosten des Flugtickets und gegebenenfalls auf einen kostenlosen Rücktransport an den Ausgangsort. Zusätzlich kommt bei einer Nichtbeförderung bzw. Streichung von Flügen oder einer Verspätung unter gewissen Umständen noch eine zusätzliche finanzielle Entschädigung, abhängig von der Flugstrecke, von 250 bis 600 Euro in Betracht.

Eine finanzielle Entschädigung gibt es unter anderem nicht, wenn der Flug wegen „höherer Gewalt“ (z. B. Unwetter) gestrichen wurde oder Sie freiwillig bei einer Überbuchung auf Ihren Platz verzichtet haben.

Ab einer Verspätung von über zwei Stunden haben Sie Anspruch auf Betreuungsleistungen wie z. B. Verpflegung im Verhältnis zur Wartezeit oder bei einem Aufenthalt über Nacht haben Sie Anspruch auf eine Hotelunterbringung.

Kommt es doch einmal zu einem Zwischenfall, empfehlen wir Ihnen, lassen Sie sich Ihren wohlverdienten Urlaub nicht verderben und versuchen Sie, das Beste aus der Situation zu machen!

Rechtsanwaltskammer NÖ, ZVG

Mag. Johannes Stephan Schriefl
Rechtsanwalt in Mödling
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