Der erste Solarzaun steht in St. Andrä-Wördern. Es muss nicht immer ein Dach sein, das Strom liefert. Der Solarzaun erzeugt von beiden Seiten Strom.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 25. September 2020 (05:51)
Martin Heinrich mit Elektriker Wolfgang Müller vor dem innovativen Solarzaun.
privat

„Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und nachhaltige Energiegewinnung sind bei uns in St. Andrä-Wördern ein wichtiges Thema, dabei kam ich auf den Solarzaun, der von beiden Seiten Strom erzeugen kann“, erklärt Martin Heinrich, geschäftsführender Gemeinderat.

Erstmals im Bezirk liefert ein Zaun und nicht das Dach umweltschonend Strom.

Die Basis für diese Innovation schuf die Elektrotechnik Leitinger Photovoltaik GmbH aus Leogang mit ihrem österreichischen Patent für Befestigungen. Die Montage und Inbetriebnahme übernahm Elektrotechniker Wolfgang Müller aus Wördern.

In der kurzen Zeit seit der Errichtung wurden bereits 120 kWh Strom produziert und dabei 78 kg CO eingespart.

„Mein Zaun ist 19 Meter lang und hat eine Leistung von 4,9 kWp“, freut sich Martin Heinrich.

Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern. Heinrich plant, mit einer Pufferbatterie eine fast vollständige Autonomie zu erreichen. Die bisherigen Kosten belaufen sich auf 8.000 Euro für den Zaun und 6.000 Euro für die Elektrotechnik wie Wechselrichter oder Verkabelung.

Bürgermeister Maximilian Titz treibt die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf Gemeinde-Gebäuden indes voran: „Ich begrüße jede Privatinitiative, unser Ziel lautet: energieautarke Gemeinde!“