Bezirk Tulln: Reiselust heuer eher gedämpft. Die Sehnsucht nach dem unbeschwerten Skispass ist groß, aber die Buchungslage lässt zu wünschen übrig.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 25. November 2020 (03:52)
shutterstock.com

Der Wintertourismus ist vom Lockdown stark betroffen, viele Kunden sind aufgrund der sich ständig ändernden internationalen Bestimmungen noch verunsichert, was Ablauf und Buchung einer Reise betrifft.

„Die Buchungslage ist derzeit noch verhalten, wir merken aber, dass die Sehnsucht enorm ist“, lässt der Pressesprecher der Raiffeisen-Reisebüros Martin Lauermann wissen.

„Die Hotelerie hat in puncto Sicherheit massiv aufgerüstet.“ Roswitha Ohnewas

Da auch viele Menschen heuer auf die geplante Reise im Sommer verzichten mussten, ist der Wunsch, diese 2021 nachzuholen, sehr groß, „wir merken, dass der Bedarf sich vom Fachhandel, also in einem Reisebüro, beraten und betreuen zu lassen, deutlich gestiegen ist. Die Kunden wollen 2021 ihren Urlaub machen und der soll dann sicher und von Profis organisiert sein.“

NOEN

Dabei rücken Themen wie Nachhaltigkeit, Qualität und Sicherheit in den Fokus, „der Urlaub ist (wieder) wertvoll, deshalb steht bei vielen eine durchdachte, professionelle und sichere Organisation im Vordergrund“, sagt Lauermann.

Auch im Reisebüro TUI ist die Buchungslage „verhalten und vor allem sehr kurzfristig“, erklärt Patrizia Weinberger und „durch den Lockdown jetzt noch einmal verstärkt.“

Der Schwerpunkt liegt auf dem Reiseziel Österreich. „Für die Weihnachtsfeiertage gibt es Angebote bei unseren TUI Blue Hotels sowie bei den beliebten TUI Kids Clubs“, weiß die Pressesprecherin, die weiter betont, dass jetzt ganz neu ein „voll flexibler Winterurlaub mit Ratenzahlung buchbar ist.“

Für Sonne, Strand und Meer Liebhaber stehen die Kanaren als Destination in diesem Winter ganz oben auf der Sehnsuchtsliste.

Leidenschaftliche Winterurlauber, wie die Tullner Familie Stift wedeln auch heuer in Kitzbühl „in meiner zweiten Heimat“, so Nina Stift, die Hänge hinunter. „Ich war nie wo anders, dort kenne ich jede Ecke, der Urlaub wird sicher anders sein und gedämpfter“, ist sich Stift sicher. Der Proviant wird mitgenommen und am „Berg ist genug Frischluft.“

Monika und Peter Liebhart, ebenfalls skifahrbegeistert, werden heuer wahrscheinlich nicht urlauben. „Wir werden kurzfristig entscheiden, da müssen die Verhältnisse schon sehr sicher sein“, erklärt Monika Liebhart.

Die Filialleiterin vom Tullner Reisebüro RUEFA Roswitha Ohnewas spricht ebenfalls von einer verhaltenen Buchungslage und Nachfrage. „Die Rahmenbedingungen sind mit dem Lockdown denkbar schwierig, zumal ja derzeit niemand weiß, wann die Hotels für touristische Übernachtungen wieder öffnen. Wir rechnen mit äußerst kurzfristigen Buchungen.“ Bereits im Sommer hatten Appartments und Ferienhäuser schöne Zuwächse, dieser Trend könnte sich durchaus fortsetzen. Wobei die Hotellerie in puncto Sicherheit massiv aufgerüstet hat und wirklich „alle alles für einen unbeschwerten und gleichzeitig sicheren Aufenthalt der Gäste tun“, berichtet die Filialleiterin.

„Die Rahmenbedingungen sind mit dem Lockdown denkbar schwierig, zumal ja derzeit niemand weiß, wann die Hotels für touristische Übernachtungen wieder öffnen."

Auf die Frage, was für die nächsten Wochen noch bei Buchungen oder Stornos zu erwarten sei, sagt Ohnewas: „Wir gehen von sehr kurzfristigen Buchungen aus. Dementsprechend kundenfreundlich und kurzfristig gestaltet sind auch die Stornobedingungen bei den Angeboten. Und natürlich hoffen wir, dass wir das alle gemeinsam gut in den Griff bekommen.

Umfrage beendet

  • Winterurlaub trotz Corona?