Husky-KTW: Zukunft für übrige 20 Mitarbeiter ungewiss. Kündigung von über 200 Mitarbeitern von Husky-KTW zentrales Thema. Zukunft für verbleibende 20 ungewiss.

Von Gerald Muthsam und Karl Tröstl. Erstellt am 17. Februar 2020 (15:21)

Die Kündigung von über 200 Mitarbeitern bei Husky-KTW war das dominierende Thema für die Arbeiterkammer-Bezirksstelle Waidhofen im vergangenen Jahr. „Es konnten zwar keine Arbeitsplätze gerettet, jedoch für die Mitarbeiter ein umfassender Sozialplan ausgearbeitet werden“, erzählt Bezirksstellenleiter Christian Hemerka. „Die Abrechnung wurde von uns begleitet und es gab hier keine Probleme“.

AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser besuchte letzte Woche den Betrieb mit den verbleibenden rund 20 Mitarbeitern die ebenfalls einer mehr als ungewissen Zukunft entgegenblicken. „Für uns ist klar, dass wir immer für die Arbeitnehmer da sind. Und zwar nicht nur dann, wenn es um Ordens-Verleihungen und bunte Eröffnungen geht. Sondern gerade in schwierigen Zeiten können die Menschen auf die Unterstützung von Arbeiterkammer und Gewerkschaft vertrauen“, sagt Wieser.

Maßnahmen wie Jobbörsen, der Sozialplan und eine Werkmeisterschule wurden umgesetzt, um den Arbeitnehmern Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Auch die hohe Besteuerung der Sozialplanzahlungen wird als Kritik bei der Regierung vorgebracht.

Über 860.000 Euro wurden erstritten

Die Bilanz für 2019 der Arbeiterkammer-Bezirksstelle Waidhofen weist mehr als 860.000 Euro aus, die für Arbeitnehmer in der Region erstritten wurden.

„Das umfasst sowohl die Steuersparwochen als auch den Konsumentenschutz“, sagt Hemerka. „Am häufigsten gefragt war unsere Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz undin sozialrechtlichen Fragen.“ Insgesamt wandten sich im letzten Jahr fast 3.800 Menschen an die Bezirksstelle. Für eine Angestellte konnte nach einem unberechtigten Diebstahlsvorwurf eine fristlose Entlassung in eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses umgewandelt, und so für sie mehr als 5.000 Euro erkämpft werden.

„Niederösterreichweit wurden 56 Millionen Euro von der Arbeiterkammer für die Arbeitnehmer gesichert“, berichtet Kammerrat Andreas Hitz. Jeder viertel Arbeitnehmer ließ sich von der AK beraten.