Textilfirmen helfen mit Masken aus: Mitarbeiter gesucht. Wirtex stellt Behelfsmasken her, Herka braucht dringend Arbeitskräfte.

Von Michael Schwab. Erstellt am 25. März 2020 (05:12)
Die Weberei Wirtex stellt Behelfs-Mundschutzmasken her: Ingrid Christian beim Test.
Wirtex

Heimische Textilfirmen wollen helfen, den Mangel an Mundschutzmasken für medizinisches Personal und die Bevölkerung zu lindern.

So produziert die Frühwärtser Weberei Wirtex seit einigen Tagen auf Hochtouren Behelfs-Mundschutzmasken für Ärzte und Pfleger, die mit 95°C gewaschen und somit wiederverwendet werden können. Seit Dienstag sind sie im Wirtex-Onlineshop auch für Privatpersonen erhältlich.

„Wir verwenden dafür kochfeste Stoffe, die wir zur Verfügung haben. Die Masken sind zwar nicht zertifiziert, können aber wiederverwendet werden und eignen sich vor allem dafür, um eigene Aerosole zurückzuhalten und dadurch Ansteckungen anderer Personen zu vermeiden“, erklärt Geschäftsführerein Monika Strobl.

„Wir suchen alle, die nähen oder weben können, oder Erfahrung in der textilen Produktion haben“Kautzener Frottierweberei Herka

Bei der Kautzener Frottierweberei Herka verfolgt man ähnliche Pläne. Einige Prototypen wurden am Montag hergestellt und vor Ort erprobt, doch durch die Schließung der tschechischen Grenze auch für Berufspendler fällt dem Betrieb jetzt ein wesentlicher Teil der Mitarbeiter weg. „Wir suchen daher ab sofort dringend Personal. Nur wenn wir genügend Leute haben, können wir mit der Produktion der Masken starten“, sagt Geschäftsführer Thomas Pfeiffer.

Herka-Geschäftsführer Thomas Pfeiffer mit Prototypen der wiederverwendbaren Masken. Zur Aufnahme der Produktion sucht die Firma dringend Arbeitskräfte.
Herka

„Wir suchen alle, die nähen oder weben können, oder Erfahrung in der textilen Produktion haben“. Wie auch die Wirtex-Masken würde dieser Mundschutz nicht primär den Träger vor Ansteckung schützen, sondern vermeiden, dass ein möglicherweise infizierter Träger andere Personen ansteckt. Ein Test auf das Keimrückhaltevermögen in der Ausatemluft liegt jedoch derzeit nicht vor.

In der Groß Sieghartser Bandweberei Silberbauer werden mit Hochdruck die Befestigungsbänder für Schutzmasken hergestellt. „Wir produzieren wie die Wilden und sind voll eingebunden“, berichtet Geschäftsführer Ulrich Achleitner.

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