Bezirk Waidhofen/Thaya ist Corona-Musterschüler. Waidhofen hatte am Montag die zweitniedrigste Sieben-Tages-Inzidenz Österreichs. Hotspot Raabs ist derzeit wieder coronafrei.

Von Michael Schwab. Erstellt am 11. Mai 2021 (17:31)
Symbolbild
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Die zweitniedrigste Sieben-Tages-Inzidenz aller Bezirke Österreichs wies der Bezirk Waidhofen zu Wochenbeginn auf: Mit einem Wert von nur 3,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (eine Neuinfektion absolut!) musste sich Waidhofen nur dem Bezirk Rust geschlagen geben, der bei Null lag. Die nächstbeste Bezirk Eisenstadt wies eine Sieben-Tages-Inzidenz von 40,5 auf.

Nur noch sieben aktive Fälle

Damit setzte sich die positive Entwicklung der vergangenen Wochen, in denen sich der Bezirk Waidhofen zum Bezirk mit den niedrigsten Fallzahlen im Waldviertel entwickelt hatte, fort. Mit Stand Dienstagvormittag galten sieben Personen als erkrankt (Vorwoche: 19), 20 befanden sich in Quarantäne (Vorwoche: 45).

Von Montag auf Dienstag kamen zwei Neuinfektionen hinzu, Bezirkshauptmann Stöger rechnet daher damit, dass die Inzidenz wieder etwas ansteigen wird. „Aber ich bin zuversichtlich, dass wir unter 50 bleiben werden“, ist Stöger dennoch optimistisch.

Raabs ist coronafrei

Besonders erfreulich ist auch die Entwicklung im einstigen Corona-Hotspot Raabs. „Wir sind derzeit Corona-frei, alle, die sich im Zuge der Welle infiziert haben, sind wieder gesund“, freut sich Bürgermeister Rudolf Mayer (ÖVP). Er macht für das rasche Abebben der Infektionen auch eine Verhaltensänderung in der Bevölkerung verantwortlich: „Die Leute haben sich nach den Appellen wieder mehr an die Regeln gehalten, auch die Testmöglichkeiten wurden wieder verstärkt genutzt trotz fallender Zahlen. Vergangene Woche hatten wir mehr Leute in der Teststraße als in der Woche davor“, fasst Mayer zusammen.

Entspannung im Krankenhaus

Deutlich entspannt hat sich auch die Belegung der Covid-Station im Landesklinikum Waidhofen. Waren in der Vorwoche noch 12 Betten (davon drei auf der Intensivstation) belegt, waren eine Woche später nur noch vier Betten (davon zwei auf der Intensivstation) belegt. Der gleiche Trend zeigt sich auch in den übrigen Waldviertler Kliniken (siehe Infobox).