Neuer Wohnwaggon am ehemaligen Bahnhof Waldkirchen. Zwei weitere Wohnwaggons zum Übernachten wurden auf den ehemaligen Bahnhof Waldkirchen gebracht. Die Nachfrage ist groß.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Juni 2020 (05:07)
Beobachteten die Ankunft des Waggons per Sondertransport am Bahnhof (v.l.): Bürgermeister Rudolf Hofstätter und Zukunftsraum-Obmann Eduard Köck.
Zukunftsraum Thayaland

Ein nicht alltäglicher Sondertransport mit einem vierachsigen ÖBB-Bauzugwaggon erreichte in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni den Bahnhof: Der Verein „Zukunftsraum Thayaland“ und die Gemeinde haben seit 2018 zwei Wohnwaggons zum Übernachten auf dem ehemaligen Lokschuppen-Gleis abgestellt, jetzt wird das Projekt erweitert.

Das Angebot erfreut sich nämlich steigender Beliebtheit. „Die Nachfrage nach dieser besonderen Art des Übernachtens ist enorm“, berichtet der jetzige Pächter Michael Schmidtmayer. Waldkirchen hatte zuvor keinerlei Übernachtungsmöglichkeit, bildet aber kurz vor der Grenze ein Etappenziel des Radweges „Thayarunde“. Das war die Ausgangslage für die Idee mit einem nachhaltigen Konzept, das nicht nur alten Waggons neues Leben einhaucht.

Ein weiterer Baustein für den Radtourismus

„Wir sehen gerade im Ausbau der innovativen Nächtigungsmöglichkeiten in der Region einen weiteren wichtigen Baustein zur Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Radtourismus“, betont Eduard Köck, Obmann des Zukunftsraums Thayarunde. Das ehemalige Bahnhofsgelände wird schrittweise aufgewertet und bekommt durch die Waggons wieder eine eisenbahnorientierte Prägung.

„Mit Roberts Radgeschäft, dem Waggondorf und dem geplanten weiteren Ausbau mit Radlerrast soll hier wieder ein attraktiver Ort geschaffen werden“, freut sich Bürgermeister Rudolf Hofstätter. Die zwei bestehenden Waggons haben Strom, Wasser und sind in ein „Zweibettabteil“ und zwei „Einbettabteile“ unterteilt.