Strohmer schließt seinen Fliesenhof in Waidhofen. Unwirtschaftliche Situation für die Filiale in Waidhofen machte Schritt notwendig.

Von Michael Schwab. Erstellt am 19. Juni 2019 (06:05)
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Seit 2002 ist das 450 m2 große Fliesenhof-Gebäude an der Stadtausfahrt Richtung Groß Siegharts jedem Waidhofner ein Begriff. Nach dem Kauf durch Erwin Strohmers Bruder Alfred soll es künftig vermietet werden.

Nachlassende Kaufkraft, steigende Steuerlast und höhere Kosten – deswegen entschloss sich Erwin Strohmer dazu, seinen Fliesenhof mit zwei Beschäftigten voraussichtlich bis spätestens Mitte August zu schließen.

„Ich werde mich künftig voll und ganz auf meine Filiale in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg konzentrieren, die ich seit acht Jahren als zweiten Standort neben der Waidhofner Filiale betreibe“, kündigt Strohmer im Gespräch mit der NÖN an. Durch die Nähe zu Wien und eine entsprechend kaufkräftige Kundschaft seien dort die Voraussetzungen einfach besser. „Ich habe 12 Jahre in Wien gearbeitet und kannte das Geschäft, das ich gemietet habe, schon lange und sehr gut“, sagt Strohmer. Für die Waidhofner Filiale wurden indes schon die Weichen für die Zukunft gestellt: Sein Bruder Alfred, auf dessen Hof im Jahr 1996 alles begann, ehe 2002 das heutige, 450 m2 große Verkaufsgebäude errichtet wurde, kaufte Erwin Strohmer die Liegenschaft ab.

„Mir war es wichtig, dass das Betriebsgebäude im Familienbesitz bleibt“, betont Alfred Strohmer. Er möchte den Geschäftsstandort künftig vermieten. Die Lage im Betriebsgebiet Ost, gut sichtbar an der Landstraße Richtung Groß Siegharts, sei hervorragend. Nun gilt es, die Verkaufsflächen leer zu bekommen. Aus diesem Grund startet Strohmer mit einem Abverkauf mit Preisnachlässen bis zu 70%.