Waidhofen/Thaya: Eine Parade für das Fahrrad. Rund 80 Radfahrer waren am vorigen Freitag anlässlich des österreichweiten Verkehrswende-Aktionstages in der Stadt Waidhofen unterwegs, um auf umweltfreundliche Mobilität aufmerksam zu machen. Die Plattform „Lebenswertes Waldviertel“ organisierte die Radparade.

Von Red. Waidhofen. Erstellt am 22. Juni 2020 (19:28)

Die Vertreter überreichten am Hauptplatz ein Manifest an Vizebürgermeister Martin Litschauer, der den erkrankten Bürgermeister Robert Altschach vertrat.

Die Plattform setzt sich für die Belebung und Modernisierung der Bahn nach Schwarzenau und weiter nach Zwettl ein und wünscht sich den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn. Ergänzend zur Schiene sei das Fahrrad die ideale Mobilitätsform einer ökologischen, klimafreundlichen Zukunft. Die Plattform wünscht sich daher, „dass auch E-Bikes in die Förderung von E-Mobilität durch die Politik aufgenommen werden“, sagt Philipp Kronbichler aus Kautzen.

Klar sei, dass das Fahrrad nicht die einzige Form der zu fördernden Mobilität sein kann. Sie müsse mit einem guten Angebot von öffentlichen Verkehrsmitteln ergänzt und vernetzt werden. Die Wende vom Auto zu Bahn oder Bus sei nach Ansicht der Plattform politisch noch nicht in ihrer ganzen Tragweite angekommen.

Litschauer, auch Grünen-Nationalratsabgeordneter, sicherte den Aktivisten die volle Unterstützung zu: Er werde dies im Nationalrat vorbringen. Die Teilnehmer fuhren bei der Kundgebung durch die Stadt zum Bahnhof, beteiligt waren neben Litschauer auch Gesundheitsstadträtin Eunike Grahofer, Sportstadtrat Eduard Hieß (beide ÖVP), Kulturstadtrat Herbert Höpfl (IG) und Vertreter der Radlobby Gmünd.