Dorfladen in Gastern: Mehrkosten wegen Investition. Geschäft wurde besser als erwartet angenommen, Gemeinde zahlt 35.000 Subvention an GmbH.

Von Michael Schwab. Erstellt am 22. April 2021 (04:44)
Bürgermeister Roland Datler, Vizebürgermeister Rainer Winkelbauer und der geschäftsführende Gemeinderat Michael Meier freuen sich, dass der Dorfladen noch besser als erwartet angenommen wird.
Michael Schwab

Besser als erwartet lief der „Dorfladen“, der von der Gasterner Kommunal GmbH betrieben wird, im ersten Jahr an. Dadurch entstand ein einmaliger Mehraufwand für Investitionen in die Einrichtung und erhöhten Personal- und Warenaufwand, den die Gemeinde in Form einer Subvention von 35.000 Euro an die gemeindeeigene GmbH abdeckt.

Der Beschluss dazu wurde im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung gefällt, was bei der SPÖ starkes Missfallen auslöste. Gemeinderätin Margit Jony forderte, die Angelegenheit im öffentlichen Teil der Sitzung zu behandeln, Bürgermeister Roland Datler (ÖVP) erteilte dem aber eine Absage: „Wir reden hier auch über Personalangelegenheiten, die nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten gehören“, begründete Datler seine Entscheidung. Bei Gemeinderatsbeschlüssen, bei denen es um Personalangelegenheiten der Gemeinde geht, werde genauso verfahren, dies sei sogar seitens der Gemeindeordnung so gefordert, stellt Datler klar.

Investitionen in Einrichtung, Personal-Stunden aufgestockt. Im Zuge der ersten Jahresbilanz habe sich gezeigt, dass sich der Umfang des Dorfladens sehr gut entwickelt habe. „Haben wir zu Beginn angenommen, dass wir einen Warenumfang von etwa 40.000 Euro benötigen (diese Summe wurde auch als Einlage bei GmbH-Gründung in die GmbH übertragen, Anm.), so hat sich bei der Inventur zu Jahresbeginn herausgestellt, dass wir über einen Warenbestand im Einkaufswert von 60.000 Euro verfügen. Das umfangreiche Angebot, speziell im Bereich der regionalen Anbieter, und die große Nachfrage unserer Kunden hat hier den großen Ausschlag gegeben“, berichtet Datler nach der Sitzung.

Weiters mussten 9.500 Euro in die Geschäftseinrichtung investiert werden. Hier wurden unter anderem noch diverse Kühlgeräte und Einrichtungsgegenstände benötigt. Gleichzeitig habe sich aufgrund der sehr guten Kundenfrequenz die Notwendigkeit einer Stundenaufstockung beim Personal ergeben: „Wir führen unser Geschäft derzeit mit 102 Mitarbeiterstunden pro Woche, im Gegensatz zu den ursprünglich geplanten 78,5 Wochenstunden“, erläutert Datler. „Alle diese Umstände haben im ersten Jahr zu einem einmaligen Mehraufwand, aber auch zu einem Mehrwert des Nahversorgungsbetriebes geführt“, stellt der Bürgermeister klar.

„Die Subvention von 35.000 Euro stellt im Wesentlichen eine Erhöhung des Eigenkapitals der GmbH dar, die ja zur Gänze der Gemeinde gehört“, betont Datler. Das Ziel der Gemeinde sei, bei weiterhin guten Umsätzen den Geschäftsbetrieb auch künftig erfolgreich zu gestalten und für die kommenden Jahre sicherzustellen.

21.453 Euro Nahversorgerbonus. Einen Beitrag dazu soll der Nahversorgerbonus leisten, der in der Corona-Krise eingeführt wurde, um die Gemeindebürger durch Gutschriften auf Gemeindeabgaben zum Einkauf im Ort zu bewegen. In drei Etappen wurden insgesamt 21.453 Euro an Kunden ausbezahlt, in Form von genau 500 Gutschriften. „Eine erfolgreiche Aktion im Sinn der Bevölkerung und der Gewerbebetriebe, die in Zeiten des Coronavirus umso wichtiger ist“, ist Datler überzeugt.