Seniorin per Anruf 4.700 Euro abgeknöpft. Mann gab sich als Interpol-Polizist Raimund Nemetz aus und ergaunerte 4.700 Euro: Der Falschname ist schon mal gehört worden.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 24. Juni 2020 (06:05)
Symbolbild
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Ein Mann gab sich erst Anfang Juni am Telefon gegenüber einer Windigsteigerin als Kriminalbeamter aus, ein ähnlicher Vorfall trug sich jetzt erneut zu. Eine ältere Dame erhielt einen Anruf von einem vermeintlichen Interpol-Polizisten Raimund Nemetz – sie überwies ihm 4.700 Euro.

Später ist sie stutzig geworden sein, recherchierte und landete bei einer Wiener Telemarketingfirma: Geschäftsführer Thomas Schleimer hörte sich die Erzählung der Frau an, suchte im Internet und stieß auf einen NÖN-Artikel der Klosterneuburger Redaktion, in dem genau dieselbe Masche beschrieben wird: Der Mann namens Raimund Nemetz sei Polizist bei der Interpol und führe Erhebungen in der Lottomafia durch. Der Angerufene hätte sich strafbar gemacht. „Nemetz“ könne aber helfen, dazu wäre nur eine Zahlung notwendig.

Thomas Schleimer empfahl der betroffenen Dame, sofort zur Polizei zu gehen und keinesfalls mehr zu bezahlen. Die Polizeiinspektion Waidhofen bestätigt die Anzeige und die Schadenssumme. Telefonbetrug kommt immer wieder vor, ist auf der Polizeiinspektion Waidhofen zu hören. Empfohlen wird, nach der Dienstnummer zu fragen, wenn sich der Anrufer als Polizist ausgeben sollte. Ansonsten ist eines wichtig: Das Erzählte hinterfragen, spätestens wenn die Rede von Geld ist.