Borkenkäfer: „Hoffe, dass Leute aufgeweckt werden“. Franz Fischer erhofft sich von der ORF-Reportage über den Borkenkäfer im Waldviertel das Bewusstwerden einer Problematik.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 03. Oktober 2019 (16:02)

Das Waldviertel spürt die Auswirkung des Klimawandels in seiner grünen Lunge, der Borkenkäfer hat das schlagartig vor Augen geführt. Die ORF-Sendung „Am Schauplatz“ hat für ihre nächste Reportage diese Thematik gewählt. „Wenn der Wald stirbt“ wird am Donnerstag (3. Oktober, 21,05 Uhr) ausgestrahlt. Ein persönliches Gespräch hat dazu den Anstoß gegeben.

Franz Fischer, als Obmann des NÖ Waldverbandes viel unterwegs und oft im Gespräch mit Journalisten, traf auf Bettina Fink. Sie gehört als Redakteurin dem ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco“ an. „Eine ganz G’schickte“, beschreibt Fischer. „Sie ist auf unsere Region aufmerksam geworden.“ Der ORF sprang auf und plädierte für eine ausführliche Reportage über die Borkenkäfer-Situation. Das alles begann vor etwa einem Jahr.

Waldbesitzer, Holzfäller und Sägewerk im Bild

Das Filmteam war seitdem mehrmals im Waldviertel und drehte stets an zwei hintereinanderfolgenden Tagen. Man war bei Karl Theurer und seiner Familie aus Modsiedl bei Raabs (Bezirk Waidhofen), drei Viertel ihres Waldes sind vernichtet. Die Ratlosigkeit im Stift Geras (Bezirk Horn) ist zu sehen, ebenso Hannes Datler aus Eggersdorf bei Karlstein (Bezirk Waidhofen).

Er fährt seit 2017 fast sieben Tage in der Woche mit einer Holzerntemaschine in den Wald und fällt Baum für Baum. Als Harvester-Unternehmer mache er das Geschäft seines Lebens, als Waldbesitzer blute ihm das Herz. Manfred Lexer, der an der Universität für Bodenkultur forscht, kommt ebenso. Er beschäftigt sich damit, wie sich die Klimaveränderung auf den Wald auswirkt. Das Team suchte zudem ein Sägerwerksunternehmen im Bezirk Zwettl auf.

Montag: Letzte Szene mit Resetarits gedreht

„Bei unserem Waldfest waren sie auch dabei und haben den ganzen Tag gedreht“, erzählt Fischer, das möglicherweise die Raabser Veranstaltung Teil der Reportage sein wird. Peter Resetarits, Journalist und Moderator, war abschließend am Montag im Waldviertel, um authentische Einstiegsszenen drehen zu können.

„Das Thema ist aktueller denn je“ findet Fischer. „Mich stört einfach, dass in manchen Teilen Niederösterreichs und auch Österreichs die Sache einfach kein Thema ist. Ich erhoffe mir, dass die Leute ein bisschen aufgeweckt werden.“ 600.000 Zuseher hat die Reportagereihe durchschnittlich im Vorjahr.