Vergewaltiger muss sieben Jahre absitzen. Bis zuletzt leugnete anerkannter Flüchtling, mit Gewalt seine Freundin gefügig gemacht zu haben. Schuldspruch akzeptierte er dann.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 25. Juni 2020 (05:15)
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Im Juni 2018 lernte ein afghanischer Flüchtling (23), der im Bezirk Waidhofen eine neue Heimat gefunden hat, eine gerade erst 14-Jährige mit türkische Wurzeln kennen. Der 23-Jährige hatte in der Folge bei dem traumatisierten Mädchen nach Prügeltattacken ihres Vaters und dem Aufenthalt im Therapiezentrum leichtes Spiel: Gewalt gegenüber Frauen war für den Teenager normal und sei etwas, was eine Frau laut Mutter aushalten müsse.

Opferanwältin Ulricke Koller erkämpfte für das Opfer 5.000 Euro für die erlittene Unbill.
NOEN

So erduldete das durch Gewaltandrohungen und Schlägen verängstigte Mädchen mehrfache Sexattacken des Afghanen. Stieß der 23-Jährige dennoch auf heftigen Widerstand, machte er das Opfer mit Alkohol willenlos und gefügig. Das sei alles einvernehmlich gewesen, beteuerte der heute 24-Jährige vor Gericht. Er habe seine Freundin nicht vergewaltigt und schon gar nicht, wie ebenfalls angeklagt, einigen Freunden (konnten nicht ausgeforscht werden) zum Sex überlassen.

Nach einem mehrstündigen Beweisverfahren wurde der bis zuletzt leugnende Angeklagte für vier Sexattacken schuldig befunden. Er wurde wegen mehrfacher Vergewaltigung zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Überraschend nahm der Afghane das Urteil an. Rechtskräftig.