Imker Alfred Stögerer: Kälte bremst Bienen. Landesrat Gottfried Waldhäusl sprach mit Imker Alfred Stögerer: Kühles Wetter dämpft heuer den Honigertrag.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 30. Juni 2020 (08:57)
Landesrat Gottfried Waldhäusl, Alfred und Hannes Stögerer und Bürgermeister Manfred Herynek im Bienengarten der Imkerei.
Muthsam

Jedes Jahr ein neues Produkt anbieten, ist das Motto der vielfach ausgezeichneten Bio-Imkerei Stögerer aus Willings bei Windigsteig. Davon überzeugte sich Landesrat Gottfried Waldhäusl anlässlich eines Besuchs.

In den letzten zwei Jahren machte der Betrieb mit seinem Honigessig auf sich aufmerksam. Die neueste Innovation ist der schmackhaft-spritzige „Honey Secco“.

Das heurige Jahr stellt sich bis jetzt als herausfordernd dar. Durch das kühle Wetter zuletzt ist der Honigertrag um etwa ein Drittel gesunken und durch Corona die Zahl der Besucher im Betrieb massiv eingebrochen. „Üblicherweise kommen jährlich an die 2.500 Gäste, um unseren Betrieb zu besichtigen“, erzählt Alfred Stögerer.

Zu verdanken hat er dies auch seinem 2006 entstanden Bienengarten, der angelegt wurde, um die Imkerei wieder populärer zu machen. Dies ist auch gelungen. Neben den bereits erwähnten Produkten erzeugt der Betriebauch Met (Honigwein) und Honigbier, sogar Honigleberkäse ist erhältlich.

Alfred Stögerer kam bereits 1984 über das Bundesheer zur Imkerei. Aus dem Hobby ist inzwischen ein Nebenerwerb geworden. Begonnen hat er damals mit zwei Bienenvölkern, heute sind es 100. Derzeit befindet sich Stögerer in einer Umstrukturierung, ein deutlich größeres Bienenhaus wird noch heuer entstehen, und Sohn Hannes soll den Betrieb in den nächsten Jahren im Haupterwerb führen.

"Die Landwirtschaft braucht die Bienen, und die Imker brauchen die Landwirtschaft"

Für Landesrat Gottfried Waldhäusl ist Tierschutz nicht nur ein Verfolgen irgendwelcher Vergehen, er möchte auch vorhandene Konfliktpotenziale aufarbeiten. „Auch im Bereich der Imkerei, wo es immer wieder Konflikte mit der Landwirtschaft gab, war es mir wichtig, speziell mit Landesrat Stephan Pernkopf eine Win-Win-Situation herzustellen. In Wirklichkeit braucht die Landwirtschaft die Bienen, und die Imker brauchen die Landwirtschaft“, ist Waldhäusl überzeugt. „Manche Landwirte nutzen sogar Wandervölker, um ihre Erträge zu steigern. Wenn man also vernünftig miteinander umgeht, funktioniert es auch.“