Mangel an Blut im Sommer im Bezirk Wr. Neustadt. Während der Urlaubszeit fehlen die Vielspender und das Blut wird knapp.

Von Sara Brandstätter. Erstellt am 25. Juni 2019 (04:35)
zVg
Der ÖVP-Gemeinderat Johann Machowetz ist ein regelmäßiger Blutspender. Er hat bereits 160 Mal Blut gespendet.

ÖVP-Gemeinderat Johann Machowetz kann als Vielspender bezeichnet werden: Bereits 160 Mal hat er sein Blut gespendet. „Das hat bei mir schon als 18- Jähriger begonnen, als ich Berufsoffizier war“, erzählt der Pensionist über seinen Bezug zum Blutspenden. Die Frage nach dem Grund lasse sich einfach beantworten: „Mein Antrieb ist das Gefühl, anderen etwas Gutes zu tun. Außerdem kann jeder Mensch plötzlich eine Blutkonserve benötigen.“

Auch der ehemalige Richter Hubert Zak hat bereits über 120 Mal in seinem Leben gespendet. „Man kann ja selber einmal Blut brauchen“, erzählt er auf die Frage nach dem Grund. Außerdem bekomme man alle paar Jahre Auszeichnungen, „und mit den Würsteln danach brauche ich auch kein Mittagessen mehr“, schmunzelt Zak.

Zu 100 Prozent von Spenden abhängig

„Blut ist ein Medikament, das künstlich nicht hergestellt werden kann“, erklärt der Geschäftsführer des Roten Kreuzes Wiener Neustadt Andreas Birnbauer. Deswegen sei man zu 100 Prozent auf die Spenden der Menschen angewiesen. Besonders jetzt vor der Urlaubszeit ist das ein großes Problem. Denn oft würden die Dauerspender ausfallen, andere können nach Fernreisen über einige Zeit hinweg nicht als Spender fungieren. „Dann wird es immer knapp mit den Blutkonserven“, weiß Andreas Birnbauer.

2018 spendeten 561 Personen bei Spendenaktionen der Blutspendezentrale in Wiener Neustadt. Im Bezirk waren es insgesamt 2.123 Spender.

Präsenz- und Zivildiener als häufige Spender

Eine besondere Regelung gibt es für Präsenz- und Zivildiener beim Roten Kreuz. Diese können für eine Blutspende einmalig einen freien Tag erhalten. „Ich glaube, dass es jeder machen will, aber nicht immer machen kann, weil er vorher tätowieren oder krank war“, weiß der Verantwortliche für Zivildiener Mato Brcinovic. Der Jahresdurchschnitt läge bei den Neustädter Zivildienern beim Roten Kreuz bei 50 bis 60 Prozent.

Umfrage beendet

  • Geht ihr zur Blutspende?