60-Jähriger demolierte Autowerkstatt im Zorn. Neustädter schlug mit Eisenstange zu. Das nicht rechtskräftige Urteil lautete acht Monate Haft.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Februar 2020 (06:20)
Symbolbild
APA (Symbolbild)

Zwölfmal vorbestraft, neun Mal davon wegen Sachbeschädigung – einem 60-jährigen Wiener Neustädter geht öfter mal der Gaul durch. So auch Anfang November in Felixdorf bei einem Verein für Autobastler, wo der Mann mit einer Eisenstange alles kurz und klein geschlagen haben soll. Der Angeklagte bekannte sich vor dem Landesgericht Wiener Neustadt „schuldig“ und gab an, den Verein selbst mitaufgebaut zu haben. Nach sechs Monaten sei er aber via Faceboook in Streit mit dem Obmann geraten.

Er habe nur seine Schleifmaschine aus Felixdorf holen wollen. Allerdings hing der Schlüssel für das Lager, wo die Maschine sein sollte, nicht dort, wo er hingehört. „Da hat sich in mir Zorn aufgebaut“ und er habe die Eisenstange genommen und alles zusammengeschlagen. Alles, das sind unter anderem zwei Autos, die man in der Werkstatt reparieren wollte, wo nun alle Scheiben kaputt sind, mehrere Fenster, eine Reifenwucht-Maschine, ein Darts-Automat, eine Kaffeemaschine und mehrere PCs. Die Polizei errechnete einen Wert von 30.000 Euro.

Vor Gericht einigte man sich mit dem Vereinsobmann auf einen Schaden von rund 10.000 Euro, denn „das meiste waren eh Geschenke an uns“, so der Obmann.

Auf die Frage des Richters an den Angeklagten, ob ihm eigentlich bewusst sei, wo er sich mit seinem Zorn „reinreitet“, wusste der Mann nichts zu sagen. Er wurde zu acht Monaten Haft verurteilt. Der Angeklagte meldete Berufung an, somit ist das Urteil nicht rechtskräftig.