Polizei-Chef Alfred Schwarz als Einbruchsopfer. Unbekannter drang in das Haus von Alfred Schwarz ein. Zeugen sahen Täter, schlugen aber nicht Alarm.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 18. Februar 2020 (06:00)
Alfred Schwarz: „Habe ein mulmiges Gefühl.“
NÖN

Normalerweise nimmt er die Verbrecher ins Visier – in der Vorwoche hat sich die Situation bei Kirschlags Postenkommandant Alfred Schwarz umgedreht. Denn der Polizeichef wurde selbst Opfer eines Einbruchs.

Mit einem Pflasterstein hatte ein Unbekannter am Montagvormittag vor einer Woche ein Fenster eingeschlagen. Danach wurde das Haus des Krumbacher Vizebürgermeisters durchwühlt, das Ergebnis: Schmuck und Geld sind weg, „sogar eine Motorsäge wurde mitgenommen“, ärgert sich Schwarz, der auch als Polizist zugibt: „ein mulmiges Gefühl hat man in so einer Situation schon.“

Der Sachschaden ist übrigens nicht gerade klein: „Der Pflasterstein ist auf das Ceranfeld des Herdes gekracht – auch der ist jetzt kaputt.“ Dass der Kriminelle in das Haus eines Polizisten eingestiegen ist, dürfte ihm nicht verborgen geblieben sein. „Er muss meine Uniformen im Schrank gesehen haben“, ist sich Schwarz sicher. Der Polizist merkte den Einbruch erst am Abend des selben Tages, als er gegen 22.45 Uhr nach Hause kam. Anfangs ging er noch von einem Coup in der Dunkelheit aus, erst durch Zeugenaussagen stellte sich heraus, dass der Verbrechenszeitpunkt bei halb 9 Uhr am Vormittag liegen dürfte.

Was Alfred Schwarz massiv ärgert: „Der Mann wurde beobachtet, wie er sich mit einer Tasche nach der Tat durch das Gartentor zwängte, eine Kappe ins Gesicht gezogen – angerufen hat mich aber niemand.“

Generell appelliert er an die Bevölkerung: „Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollte immer sofort die Polizei gerufen werden – Stunden später bringt es nichts mehr.“

Übrigens: Alfred Schwarz war nicht das einzige Einbruchsopfer in der Region. Seit Weihnachten ist es in der Buckligen Welt immer wieder zu Einbrüchen gekommen, auffällig ist, dass oft Motorsägen gestohlen wurden. Schwarz ist überzeugt: „Wir sind guter Hoffnung, dass wir die Täter bald schnappen werden.“