30-Jähriger drohte, Sohn zu töten. Cobra-Kräfte schützten Mutter und ihre Kinder vor ausgerastetem Ex-Mann.

Von Gila Wohlmann. Update am 31. März 2020 (16:00)
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„Die Einvernahmen des Mannes sind im Laufen“, bestätigt Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner am Dienstag einen Cobra-Einsatz in Lichtenwörth (Bezirk Wiener Neustadt). Laut „Kurier“ war hier am Montagabend ein brisanter Cobra-Einsatz von Nöten.

Ein 30-Jähriger hatte die Scheidung sichtlich nicht verkraftet. „Er drohte, den bei ihm befindlichen, gemeinsamen elfjährigen Sohn zu töten, falls seine Ex-Frau nicht zu ihm kommen würde. Weiters soll er auch die Frau mit dem Umbringen bedroht und ihr gesagt haben, dass er auf Polizisten schießen wird, wenn sie  ihn anzeigt“, berichtet Schwaigerlehner.

Die Ex-Frau soll mit ihren weiteren Kindern in Teufelhof bei St. Pölten wohnen. Die 30-Jährige erstattete sofort über Notruf Anzeige bei der Polizei. Daraufhin wurde eine Fahndung eingeleitet, bei der auch Bedienstete der Direktion für Spezialeinheiten, Einsatzkommando Cobra (EKO Cobra), und die Verhandlungsgruppe Ost des Bundeskriminalamtes (VG Ost) eingebunden waren. Aufgrund  der Brisanz der Lage, dass der Mann sein Vorhaben umsetzen würde, erhielt die Frau samt Kindern sofort Schutz von der Cobra.

Durch langwierige Verhandlungen einer Beamtin der Verhandlungsgruppe wurde der Aufenthaltsort des 30-Jährigen in Lichtenwörth ermittelt. Erst gegen 00.30 Uhr konnte der Verdächtige durch geschickte Verhandlungstechnik zur Aufgabe bewegt und von den Cobra-Beamten festgenommen werden. Der 11-Jährige blieb bei diesem Vorfall unversehrt.

Die Amtshandlung wurde vom operativen Kriminaldienst des Stadtpolizeikommandos  Wiener Neustadt übernommen.

Nicht geständig

Der 30-Jährige war bei seiner Einvernahme nicht geständig, teilte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner am Dienstagnachmittag auf Anfrage mit. Die Staatsanwaltschaft hat die Einlieferung des Beschuldigten in die Justizanstalt Wiener Neustadt angeordnet.