Bürgermeister-Wahl am Faschingdienstag. Noch-SPÖ-Bürgermeister Harald Richter hat die konstituierende Sitzung des Gemeinderates für den 25. Februar einberufen. Der Ortschef selbst wird an der Sitzung nicht teilnehmen. Er hat auf sein Mandat verzichtet.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 21. Februar 2020 (12:06)
Das Lichtenwörther Gemeindeamt
Kristina Veraszto

Für eine Faschingshochburg wie Lichtenwörth klingt es nach einem schlechten Faschingsscherz: Bis 10.März hätte SPÖ-Bürgermeister Harald Richter Zeit gehabt die konstituierende Sitzung des Gemeinderates durchzuführen. Nach langem Hin und Her steht jetzt der Termin fest: Der Gemeinderat wird am Faschingsdienstag, beginnend um 19.30 Uhr bis in die Nacht hinein tagen. Richter hat diese Woche sein Mandat zurückgelegt und wird deshalb an der Sitzung nicht teilnehmen. „Wenn sie so geil auf den Bürgermeistersessel sind, dann sollen sie ihn haben – und das zum frühestmöglichen Zeitpunkt“, sagt Richter auf NÖN-Anfrage.

Der zukünftige WIR-Bürgermeister Manuel Zusag, der bald neue FPÖ-Vize Andreas Feichtinger und SPÖ-Obmann Harald Ringhofer „nehmen den Termin zur Kenntnis“, wie sie im NÖN-Gespräch erklären und blicken in eine neue Ära. „Es liegt im Ermessen des Bürgermeisters die konstituierende Sitzung festzulegen. Wir werden den Termin wahrnehmen, damit wir schnellstmöglich mit der Arbeit beginnen können“, so Zusag. Wie vorab in der NÖN berichtet, wollte Richter den Sitzungstermin mit Zusag abstimmen. Das sei nicht passiert. „Mit mir wurde nichts abgesprochen“, sagt der Ortschef in spe.

Das SPÖ-Mandat von Richter bekommt nach der Listenreihung Barbara Wagner-Poimon. Die Gemeinderatssitzung am Faschingsdienstag wird bis zur Wahl des Bürgermeisters von Adolf Matersdorfer (WIR) als Altersvorsitzender geführt.