Waldbad bleibt weiterhin zu. Trotz Bürgerprotest will ÖVP-Ortschef Braimeier das Waldbad in Markt Piesting geschlossen halten. Kritik hagelt es erneut von den Grünen.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 04. Juli 2020 (05:44)
Dieses Bild wird es frühestens im Sommer 2021 wieder geben: Ein gut besuchtes Waldbad in Markt Piesting.
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Während sich in anderen Bädern im Bezirk die Becken füllen, bleibt das Waldbad weiterhin leer: ÖVP-Bürgermeister Roland Braimeier hält an seiner Entscheidung fest, das Bad über den Sommer geschlossen zu halten.

Wie viel Geld die Gemeinde investieren müsste, um einen Badebetrieb trotz Corona-Maßnahmen zu ermöglichen, beantwortete Braimeier auf NÖN-Anfrage nicht. Dass die Türen des Bads geschlossen bleiben, basiere jedenfalls nicht nur auf wirtschaftlichen Gründen, „zumal wir unser Waldbad diesem Grunde nach dann keine Sommersaison öffnen dürften“, so der Ortschef. Auch der von den Bürgern eingebrachte Initiativantrag bleibt auf NÖN-Anfrage vom Bürgermeister unkommentiert. Dieser werde „entsprechend der NÖ Gemeindeordnung behandelt.“

Der Sommer soll wie angekündigt für Sanierungsmaßnahmen genutzt werden. „Wie jedes Jahr erfolgt die Entscheidung über erforderliche Reparaturarbeiten im Frühjahr – heuer, aus bekannten Gründen, etwas zeitverzögert. So sollen vor allem die WC-Anlagen und der Beckenkopf des Schwimmbeckens saniert werden“, so Braimeier. Scharfe Kritik zu den Worten des Bürgermeisters gibt es von Grüne-Gemeinderat Constantin Gessner, der den Protest der Bürger weiterhin unterstützt: „Frei übersetzt: In Piesting ist das Baden viel gefährlicher als in Gutenstein und Waidmannsfeld. Die Bürgermeister dort sind wohl verantwortungslos und die Verordnungen wurden für ganz Österreich gelockert, nur für Piesting nicht! Selbstverantwortung können wir nicht, daher werden wir bevormundet.“

Der Mandatar will aber nicht aufgeben, er sucht weiterhin nach Alternativen, damit die Badesaison für die Piestinger nicht ins Wasser fällt.