Millionen-Chance im TV. Vier Studenten entwickeln Hilfe für Parkinson-Patienten. Am Dienstagabend sind sie im Fernsehen auf Investoren-Suche.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 25. Februar 2020 (09:00)
Ferdinand Perktold (li.) und Philipp Lederle, zwei der vier FH-Studenten, die das Start-Up „Helpsole“ aufbauen, wurden in der Puls4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ von Neurologe Dieter Volc (re.) unterstützt.
PULS 4/Gerry Frank

Es ist eine Idee, die Millionen Menschen weltweit zu mehr Lebensqualität verhelfen könnte: „Helpsole“ heißt die mit Sensoren und Aktoren ausgestattete Schuheinlage, die dafür sorgen soll, Parkinson-Patienten vor dem Zustand des unvorhersehbaren Erstarrens während der Fortbewegung zu bewahren. Ein kleiner externer Reiz zur richtigen Zeit – etwa von der Schuheinlage – genügt meist, um das Erstarren, das oft zu Stürzen führt, zu verhindern. „Es gibt weltweit rund sechs Millionen Parkinson-Patienten, die Hälfte ist vom sogenannten Freezing betroffen“, sagt Philipp Lederle im Gespräch mit der NÖN.

Lederle ist einer von vier Studenten der Fachhochschule, die mit dem Start-Up „Helpsole“ das gleichnamige Produkt entwickeln. Aktuell ist das junge Unternehmen damit befasst, einen Prototypen zu entwickeln: „Wir haben drei Mitarbeiter eingestellt, um mit voller Kraft am Prototypen zu arbeiten“, sagt Lederle: „Das wird acht bis zwölf Monate dauern, dann soll ‚Helpsole‘ als Medizinprodukt zugelassen werden. Optimistisch sind wir Ende 2021 am Markt, realistisch im Jahr 2022.“ Die Zulassung als Medizinprodukt ist ein Knackpunkt: Mit ihr gibt es die Chance, dass der Ankauf durch die Krankenkassen finanziell unterstützt wird.

An der FH wurde aus der Idee ein Geschäft

Kennengelernt haben sich Ines Nechi, Philipp Lederle, Ferdinand Perktold und Andreas Müllner an der FH Wiener Neustadt. „Ausschlaggebend war Ines Neci, die schon 2016 die Idee hatte und auch ihre Masterarbeit darüber geschrieben hat – letztes Jahr haben wir uns dann an der FH gefunden“, sagt Lederle. Die FH war dabei ein wichtiger Faktor: „Im Studiengang Entrepreneurship geht es darum, die ganzen Phasen durchzugehen: Wie schreibe ich einen Business Plan, wie mache ich aus einer Idee ein Geschäft – da hat uns die FH sehr geholfen, das in die Praxis umzusetzen.“ Auch bei Themen wie Förderungen und Investoren habe es Unterstützung gegeben.

Gerade in der Entwicklungsphase sei eine gesicherte Finanzierung entscheidend, sagt Lederle. Hier gab es nun vor kurzem eine Millionen-Chance für das Start-Up: „Helpsole“ konnte in der TV-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ auf Investoren-Suche gehen.

Wie es ausgegangen ist, darf Lederle vor der Austrahlung am heutigen Dienstag freilich nicht verraten. Nur so viel: „Obwohl wir uns schon vorher oft präsentiert haben, waren wir sehr nervös – es hängt ja doch viel davon ab. Aber, so viel darf ich sagen: Es ist alles gut gegangen.“
Ob das Studenten-Quartett einen Investor überzeugen konnte, ist heute ab 20.15 Uhr auf Puls 4 bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen.