Roggen-Ernte wegen Wetterkapriolen schlecht. Aufgrund der aktuellen Wetterkapriolen bereits erste Ernteeinbußen sichtbar. Roggen zu lange trocken geblieben.

Von Doris Damböck. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:31)
Damböck
Rund um die Hohe Wand ist der Regen noch rechtzeitig gekommen.

Die Wetterverhältnisse der vergangenen Wochen reichten von Hitze und Trockenheit bis zu Regen und sogar Schneefall in der Region. Wie schädlich sind derartige Wetterkapriolen für die Ernte der Bauern tatsächlich? Gibt es schon erste Voraussagen? Die NÖN hat beim Bauernbund nachgefragt.

Der Obmann des Bauernbundes Hohe Wand, Josef Pross, sagt dazu: „Im Großen und Ganzen kommen wir bei uns noch mit einem blauen Auge davon.“ Einbußen wird es mit ziemlicher Sicherheit beim Getreide geben. „Der April war zu trocken, deshalb ist das Getreide nicht dicht genug, der Ertrag wird weniger sein als im Vorjahr“, so Pross.

"Der Regen ist zu spät gekommen"

Nach dem ersten Schnitt ist außerdem erkennbar, dass Gras zu Futterzwecken ebenfalls weniger ist. Bei allem anderen könne man laut Bauernbundobmann derzeit noch nicht sagen, ob Schäden entstanden sind oder wie es sich weiterentwickeln werde. Die Kälte habe nichts ausgemacht: „Da es nicht gefroren hat, sondern nur geschneit, war der Kälteeinbruch nicht schlimm.“

Im Steinfeld ist die Situation eine andere. Der Weikersdorfer Bauernbundobmann Wolfgang Woldron erklärt, dass es für den Roggen heuer sehr schlecht aussieht: „Die Trockenheit war für den Roggen schädlich, der Regen ist zu spät gekommen.“ Das sei katastrophal, „so was habe ich noch nie gesehen“, so Woldron. Bei allem was später angepflanzt worden sei, kam der Regen aber noch rechtzeitig. Laut Woldron werden die Bauern gegenüber dem Durchschnitt heuer mit Einbußen von etwa einem Drittel rechnen müssen.