„Die Schutt*Träumerinnen“: Frauenleben im Krieg. Kriegs- und Nachkriegszeit aus dem Blickwinkel der Frauen als Thema einer Sonderführung durch Wiener Neustadt.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 19. September 2020 (04:34)
Brigitte Tauchner in der Rolle als Schutträumerin.
zVg

Zu einer performativen Führung durch die Stadt lädt das SOG.Theater mit dem Museum am 21. und 28. September: „Die Schutt*träumerinnen“ wurde 2015 das erste Mal aufgeführt. Es ist in einer Kooperation mit dem Museum St. Peter an der Sperr entstanden und wurde 2016 mit dem Kulturanerkennungspreis des Landes NÖ ausgezeichnet.

Die Tour startet bei den Kasematten und führt durch die Innenstadt an historisch bedeutende Spielstätten. Fragmente aus Romanen von Elisabeth Reichart, Marlen Haushofer und Christine Nöstlinger ergeben gemeinsam mit zeitgeschichtlichen Informationen und biografischen Erinnerungen einen ungewöhnlichen Blick auf die Frauen dieser Zeit.

„Wir arbeiten mit lebensgeschichtlichen Erzählungen, literarischen Fragmenten und immer fließen auch persönliche Elemente in unsere Inszenierungen mit ein“, so Brigitte Tauchner vom SOG.Theater.

Die Truppe hat seit vielen Jahren eine Kooperation mit dem Museum und diese Produktion entstand zur Ausstellung „Aus den Trümmern“. Tauchner: „Wir betrachten Zeitgeschichte aus dem Frauenwinkel heraus, weil Geschichte sonst immer aus Männersicht gezeigt wird“.

Karten für die beiden Führungen, Beginn ist jeweils um 19 Uhr bei den Kasematten.

Karten gibt es ebendort, im Museum St. Peter an der Sperr und beim Infopoint im Alten Rathaus.