Bluttat vor Lokal: Mann durch Halsstich schwer verletzt. Ein 38-Jähriger ist am Sonntagvormittag vor einem Lokal in Wiener Neustadt durch einen Halsstich lebensbedrohlich verletzt worden. Im Zuge einer Auseinandersetzung soll ein 21-jähriger Syrer zugestochen haben. Der Asylwerber wurde nach kurzer Fahndung festgenommen.

Von APA, Redaktion und Mathias Schranz. Update am 15. September 2019 (16:05)
Shutterstock.com, Maciej Bledowski
Symbolbild

Nach einem Streit im Lokal in der Fischauer Gasse soll der Verdächtige kurz vor 9.00 Uhr vor dem Cafe den Mann aus dem Bezirk Neunkirchen attackiert haben. Der Mann erlitt einen Stich und Schnittwunden am Hals, er wurde in das Landesklinikum Wiener Neustadt gebracht. Laut NÖN-Informationen handelt es sich bei dem Verletzten um den Security des Cafes.

Der 21-jährige mutmaßliche Täter soll im Lokal zuvor Frauen belästigt haben, ehe er von dort verwiesen wurde. Vor dem Lokal dürfte er dann zugestochen haben – der Security musste notoperiert werden. Der Zustand des Opfers dürfte stabil sein, sagte ein Polizeisprecher.

Der 21-Jährige wurde kurz nach der Attacke von einer Streife der Polizeiinspektion Flugfeld angehalten und vorläufig festgenommen, sagte Sprecher Walter Schwarzenecker. Der Verdächtige soll aufgebracht gewesen sein und die Vorwürfe in Abrede gestellt haben, er wird aber durch Zeugenaussagen belastet. Gegen ihn wird wegen Mordversuchs ermittelt.

Klappmesser als Tatwaffe

"Das Motiv ist noch völlig unklar", so der Sprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich am Nachmittag auf Anfrage. Die beiden Männer dürften sich nicht gekannt haben. "Bei der Tatwaffe handelt es sich um ein Klappmesser, das sichergestellt wurde", berichtete Schwarzenecker. Der 21-Jährige soll es auf der Flucht weggeworfen haben. Befragungen u.a. des Beschuldigten und von Zeugen waren noch ausständig.

Erst Ende August war es in Wiener Neustadt zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen. Dabei war am 29. August ein 28-jähriger Österreicher beim Bahnhof niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Verdächtige, ein 30-jähriger Asylwerber, wurde festgenommen und in Folge U-Haft verhängt. Er bestreitet die Vorwürfe.

Es kann nicht sein, dass es bereits lebensgefährlich ist, vor die Tür zu gehen. Michael Schnedlitz

FPÖ-Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz meldete sich bereits zu Wort : „Es reicht – es braucht sofortigen Zuwanderungsstopp und Abschiebungen, wenn es um nicht gerade kleine Delikte geht. Es kann nicht sein, dass es bereits lebensgefährlich ist, vor die Tür zu gehen!“

Der Verdächtige soll im Laufe des Montags befragt werden. Das Opfer befand sich im Krankenhaus Wiener Neustadt auf der Normalstation, teilte die NÖ Landeskliniken-Holding auf APA-Anfrage mit.

Am Sonntag wurde ein Zeuge einvernommen. "Er hat bestätigt, dass der Verdächtige zugestochen hat", sagte Polizeisprecher Walter Schwarzenecker am Montag. Zur Bluttat soll es im Zuge eines Streits gekommen sein. Der syrische Asylwerber wurde kurz nach der Messerattacke in der Nähe des Lokals festgenommen, er bestritt laut Exekutive die Vorwürfe.