Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen. 411 Personen waren im Juli arbeitslos gemeldet. Vor allem Arbeitslosigkeit bei Personen unter 25 Jahren stieg stark. Mehr offene Stellen als noch im Juni.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 07. August 2019 (04:04)
AMS
Für AMS-Geschäftsstellenleiterin Anita Prüller sind die AMS-Vermittlungsaktivitäten das Um und Auf.

Eine leichte Steigerung vermerkte das Arbeitsmarktservice (AMS) Waidhofen bei den Arbeitslosenzahlen für Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahr. 411 Personen waren im Juli als arbeitslos gemeldet, das sind um neun Personen mehr als 2018. Im Vergleich zum Juni ergibt sich eine Steigerung um rund 22 Prozent (74 Personen).

Vor allem bei Personen unter 25 Jahren macht sich ein starker Anstieg bei der Arbeitslosigkeit bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit hier um 32,1 Prozent. Anita Prüller sieht darin aber keine besorgniserregende Entwicklung. „Dieses Mehr an vorgemerkten arbeitslosen Jugendlichen ergibt sich vermutlich aus unserer proaktiven Information an Schulen“, sagt Prüller. Das AMS bietet noch unschlüssigen Jugendlichen Beratungsmöglichkeiten an, hierfür müssen sich Jugendliche aber beim AMS vormerken. „Aber alle Jugendlichen, die bei uns vorgemerkt sind, sind gut versorgt“, sagt Prüller

303 Stellenangebote verfügbar

Auch die Steigerung der vorgemerkten Lehrstellensuchenden sowie der arbeitslosen Personen über 50 Jahren erfordert den besonderen Fokus und den Einsatz aller Unterstützungsmöglichkeiten, sagt Prüller. „Trotz oder gerade wegen des schwächeren Wirtschaftswachstums sind die Vermittlungsaktivitäten des AMS das Um und Auf. Unsere Berater konnten im ersten Halbjahr 2019 mit 5.201 Vermittlungsvorschlägen (plus 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) viele neue Zugangschancen zum Arbeitsmarkt eröffnen.“

303 Stellenangebote sind derzeit in der Region Waidhofen sofort verfügbar, das sind um 53 Stellen mehr (plus 13,9 Prozent) als im Vorjahr. „Die Zielgruppe der Personen im Haupterwerbsalter, also Personen von 25 bis unter 50 Jahren, profitieren am meisten von den derzeitigen Vermittlungsmöglichkeiten“, sagt Prüller.