Künstler TOMAK in der Lebendfalle. Künstler TOMAK präsentierte in der Stadtgalerie polarisierenden, radikalen Zugang zum Thema Freiheit/Falle.

Von Leo Lugmayr. Erstellt am 19. April 2019 (04:21)
Lugmayr
Roman Grabner, Klaudia Stöckl und Kulturstadträtin Nadja Koger eröffneten die Ausstellung von TOMAK (v.l.) sozusagen „hinter Gittern“.

Herausragend! Die Performance, die der in St. Veit/Gölsen geborene Künstler TOMAK – sein Name kann als Marke wie als Kunstfigur gelesen werden – am Freitag in der Stadtgalerie bot, hatte es in sich. Gemeinsam mit zwei Schauspielern, die seine programmatisch radikalen Texte zum Thema Freiheit rezitierten, inszenierte er einen brachial-destruktiven Zerstörungsakt. Dabei zerschrammte er schweißtreibend mittels Abbruchhammer nicht nur einen auf Pressspanplatten affichierten Bundesadler, sondern überdröhnte akustisch gleichzeitig auch seine programmatischen Statements.

Der Attersee-Schüler hat sich neben Performances mit großformatigen Gemälden, die sich an technisch-wissenschaftlichen Darstellungen, Maschinen, Konstruktionsplänen und anatomischen Lehrtafeln abarbeiten, einen Namen gemacht.

Als Antist (Anm.: ein Anti-Künstler), der sich jeder politischen Correctness entgegenstellt, beschrieb ihn Laudator Roman Grabner von der Galerie Graz treffend. Natürlich provoziert, polarisiert das. Bleibt aber umso mehr herausragend.