Pfadfinder auf der Suche nach "Don Yolando". Das Pfadfinder-Bezirkslager Hohenlehen ist ein eigener, bestens funktionierender Mikrokosmos: Von 5. bis 15. August 2019 fand das Yoland´19 statt.

Von Christa Hochpöchler. Erstellt am 12. August 2019 (17:28)

Da wird Feuerholz gehackt, auf selbst gebauten Feuerstellen Essen zubereitet, etwas abseits spielt eine Gruppe Karten, einige Gruppen sind in Spiele vertieft und wieder andere Pfadfinder verrichten - in Aussicht auf Yoland-Taler, mit denen man einiges gewinnen kann, unterschiedlichste Aufgaben.

Bereits eine Woche vor Lagerbeginn wurden die ersten Zelte aufgestellt. Zahlreiche Helfer haben in den Tagen davor mitgearbeitet, das Lagertor aufgebaut, Material transportiert und Unmengen an Wasser- und Stromleitungen verlegt, um die nötige Infrastruktur bereitzustellen.

Zehn Gruppen vertreten

Insgesamt zehn verschiedene Gruppen sind auf dem Lagerplatz. Pfadfinder aus Amstetten, Aschbach, Hollenstein, Kematen-Gleiß, Neuhofen, Pöchlarn, Waidhofen an der Ybbs, Wallsee, Ybbsitz und eine Gastgruppe aus Leoben sind vertreten.

Doch nicht ständig sind alle Gruppen anwesend. Die Guides und Späher machen sich auf einen „Hike“, eine Wanderung die bis zu zwei Tagen dauern kann. Die Route ist nicht bekannt, sondern muss über spärlich gestreute Botschaften nur mit Landkarte und Kompass gefunden werden. Genächtigt wird im Schlafsack. Andere Ausflüge führen nach Lunz am See, in den Tierpark Haag oder zur nahen Ybbs um zu Baden.

Gesucht: Don Yolando

Was alle Pfadfindergruppen vereint, ist die Suche nach „Don Yolando“, der bereits vor zehn Jahren von Pfadfindern geschnappt wurde, und jetzt wieder ausgebrochen ist.

Neuigkeiten - auch zum Verbleib von Don Yolando kann man in der Lagerzeitung lesen, Mitteilungen gibt es am „Schwarzen Brett“, und sogar für die Gerüchteküche gibt es eine große Tafel. Jede Gruppe hat einen eigenen Postkasten, jeder kann an andere Personen am Lagerplatz einen Brief schreiben, die Post wird mehrmals täglich ausgetragen. Jeden Morgen wird von einer anderen Gruppe die Yoland-Fahne gehisst. Nach den Mahlzeiten, die natürlich selbst und in Eigenregie zubereitet werden, wird abgewaschen, die Mülltrennung ist selbstverständlich. Eine Yoland „Special Force“ kontrolliert regelmäßig den Lagerplatz.

Am Samstagabend bekamen die Gruppen den Auftrag, ein betriebstüchtiges Katapult zu bauen, das beste Katapult wurde prämiert. Eine weitere Herausforderung für die Gruppen war die Vorbereitung zu einem Konzert und für die Talentshow am Besuchertag.

Die spannenden Tage enden gemütlich mit einem selbst zusammengestellten Abendprogramm beim Lagerfeuer oder mit einer Party.