Stadt Waidhofen/Ybbs bietet rasche Hilfe in Notlage. Stadt wandelt Spendenkonto in Sozialfonds um. 5.000 Euro jährlich sollen für unverschuldet in Not geratene Menschen zur Verfügung stehen. Sozialamt entscheidet.

Von Andreas Kössl. Erstellt am 27. November 2020 (05:38)
Die Leiterin des Sozialamts, Birgit Fabian, Bürgermeister Werner Krammer und Vizebürgermeister Armin Bahr (von links) freuen sich, den Sozialfonds gemeinsam umsetzen zu können.
Magistrat

Um unverschuldet in Not geratenen Menschen seitens der Gemeinde rasch und unbürokratisch finanziell unter die Arme zu greifen, hatte sich die SPÖ Waidhofen kürzlich für die Einrichtung eines Sozialfonds ausgesprochen. Nach Gesprächen von SPÖ-Vizebürgermeister und Sozialstadtrat Armin Bahr mit WVP-Bürgermeister Werner Krammer, Magis tratsdirektor Christian Schneider sowie den Verantwortlichen im Sozialamt wird dieses Vorhaben nun umgesetzt.

Dafür wird das Waidhofner Spendenkonto in einen Sozialfonds umgewandelt. Dieser füllt sich durch Spenden, die von der Stadt zumindest so weit aufgestockt werden, dass jährlich ein Betrag von 5.000 Euro zur Verfügung steht. Zur Vergabe gibt es konkrete Richtlinien (siehe Infobox). Die Beurteilung, ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt durch das Sozialamt. „Unser Sozialamt pflegt intensiven Kontakt zu den Bürgern und weiß, wo wirklich rasch geholfen werden muss“, sagt Stadtchef Krammer. „Wir wollen jene auffangen, die ins Straucheln geraten sind. Gerade in der Krise müssen wir aufeinander schauen und gemeinschaftlich handeln“, ergänzt Sozialstadtrat Bahr. „Mit dem Sozialfonds haben wir nun gemeinsam eine Möglichkeit geschaffen, um künftig auch mit höheren Beträgen helfen zu können“, sagen die beiden unisono.