JVP-Obfrau Silvia Hraby: "Politik für die Jugend". Silvia Hraby (26) ist seit 2013 Obfrau der JVP. Derzeit sucht man neue Mitglieder.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 15. August 2019 (04:54)
Lisa Hofbauer
Silvia Hraby ist seit mittlerweile sechs Jahren Obfrau der Jungen Volkspartei Waidhofen. Seit 2017 ist sie auch im Waidhofner Gemeinderat tätig. „Politik ist eine große Leidenschaft von mir“, sagt die 26-Jährige.

„Ich bin mit Politik aufgewachsen. Nachdem mein Vater Kurt Hraby ja lange Zeit als Stadtrat in Waidhofen tätig war, habe ich immer viel vom politischen Geschehen mitbekommen“, sagt Silvia Hraby. Mittlerweile ist die 26-Jährige selbst politisch aktiv – unter anderem als Obfrau der Jungen Volkspartei (JVP) Waidhofen. Im Jahr 2013 übernahm Hraby die Leitung der JVP von ihrem Vorgänger Christoph Dahdal. „Damit einher ging auch eine komplette Neuaufstellung des Teams sowie eine Neuausrichtung der Themen. Wir wollten uns damals wieder stärker auf die politische Arbeit konzentrieren“, sagt Hraby.

Rund zehn bis 15 Leute sind derzeit bei der JVP Waidhofen aktiv, am Papier sind es noch einige Mitglieder mehr. Neben Hraby selbst sind auch Max Bernreitner sowie Julia und Alex Kettner im Vorstand der JVP. Gemeinsam organisieren sie Events und Verteilaktionen, fahren zu politischen Veranstaltungen und nehmen an Fortbildungen teil.

„Wir richten unsere Aktivitäten im Prinzip an drei Säulen aus: Einerseits versuchen wir, Bereiche zu verbessern, wo Jugendliche Probleme sehen, andererseits machen wir politische Arbeit für die ÖVP, wie etwa Wahlwerbung. Die dritte Säule sind Events, die wir für die Jugendlichen organisieren“, sagt Hraby. Die 26-Jährige findet aber, gerade im Veranstaltungsbereich gibt es ein großes Angebot für die Jugend in Waidhofen. „Daher organisieren wir selbst eher selten große Feste. Wir schauen aber, dass es bei bestehenden Events wie ‚Wein findet Stadt‘ auch ein Angebot für die Jugend gibt“, sagt Hraby.

„Natürlich wird es nie eine Partei geben, die zu 100 Prozent der eigenen Einstellung entspricht. Da müsste man eine eigene Partei gründen.“JVP-Obfrau Silvia Hraby

Ein wichtiges Anliegen der JVP ist es, junge Leute in Waidhofen zu halten – sei es durch Jobs oder durch geeigneten Wohnraum. „Bürgermeister Werner Krammer macht es uns da aber echt schwer. Er setzt sich selbst so viel für die Jugend ein, dass für uns da wenig zu tun bleibt“, lacht Hraby. Sie ortet zum Beispiel bei Projekten wie dem Zukunftscampus Zell große Chancen für die Jugend. „Waidhofen soll zukunftsfit werden und ich sehe uns da absolut auf dem richtigen Weg“, sagt sie.

Von allen Parteien kann sich Silvia Hraby mit den Werten der ÖVP am meisten identifizieren. „Mir gefallen der Wirtschafts- und der Eigenverantwortungsgedanke der ÖVP“, sagt Hraby. „Aber natürlich wird es nie eine Partei geben, die zu 100 Prozent der eigenen Einstellung entspricht. Da müsste man selbst eine Partei gründen.“

Gemeinderätin und ÖVP-Ortsobfrau

Neben ihren Tätigkeiten als Obfrau der JVP Waidhofen sowie der JVP-Bezirksgruppe Amstetten ist Hraby auch Gemeinderätin in Waidhofen sowie ÖVP-Ortsobfrau Waidhofen-Stadt. Auch in ihrem Studium und ihrem Beruf kommt Silvia Hraby täglich mit Politik in Berührung: Sie studiert derzeit im Master Politikwissenschaft an der Universität Wien und arbeitet in der Kommunikationsabteilung des Innenministeriums. „Die Politik ist zu einer großen Leidenschaft von mir geworden“, sagt Hraby. Zusätzlich absolviert sie noch das Multimediastudium Rechtswissenschaften in Linz. Auch wenn die 26-Jährige in Wien arbeitet und studiert, wohnt sie in Waidhofen. „Einerseits würde sich das mit den Gemeinderatssitzungen sonst nicht ausgehen, andererseits gefällt mir Waidhofen einfach viel besser“, sagt sie.

Das Interesse für Politik sieht die JVP-Obfrau nicht nur bei sich selbst und in ihrem Freundeskreis – auch bei Jugendlichen merkt sie nichts von der immer wieder konstatierten Politikverdrossenheit. „Das sehen wir etwa, wenn wir zu politischen Diskussionen in Schulen gehen oder auch bei unseren Events: Viele Jugendliche haben eine starke politische Meinung und ein ausgeprägtes politisches Interesse“, sagt Hraby. „Man muss nicht bei einer Partei sein, um ein politischer Mensch zu sein.“

Wer dennoch Interesse hat, einer politischen Partei beizutreten, kann sich jederzeit bei Silvia Hraby oder anderen Mitgliedern melden. „Beitreten kann eigentlich jeder, der zwischen 16 und 35 Jahren ist, sich mit der ÖVP identifiziert und Interesse an Politik hat“, sagt Hraby.