Kinderbetreuungsangebot wird erweitert. Zwergenschaukel bietet Nachmittagsbetreuung. SPÖ & Unabhängige fordern noch weitere Maßnahmen.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 07. August 2019 (04:54)
Magistrat
Die Zwergenschaukel bietet ab September eine Nachmittagsbetreuung für Kleinkinder. Am Bild: Bürgermeister Werner Krammer und Stadträtin Beatrix Cmolik beim Besuch von Landesrätin Christiane Teschl Hofmeister in der Zwergenschaukel.

Das Kinderbetreuungsangebot in Waidhofen wird ausgebaut. Ab September soll es für Kinder von ein bis drei Jahren in der „Zwergenschaukel“ eine Nachmittagsbetreuung bis 17 Uhr geben. „Wir haben bei einem Elternabend den Bedarf erhoben und daraufhin dieses Angebot geschaffen“, sagt Stadträtin Beatrix Cmolik (WVP), die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Neu ist auch, dass nun 15 statt wie bisher zehn Betreuungsplätze pro Gruppe zur Verfügung stehen. Bei Bedarf kann eine zweite Gruppe eröffnet werden. Auch der Tarif für eine Betreuungsstunde wird von 4,30 auf 4 Euro reduziert.

WVP: "Erheben regelmäßig Bedarf"

In einer Presseaussendung meldeten sich dazu auch die SPÖ & Unabhängigen zu Wort: „Wir begrüßen es, dass die WVP unser Aufmerksammachen auf das wichtige Thema der Kinderbetreuung konstruktiv aufgenommen hat“, sagt SPÖ-Obmann Armin Bahr. „Der Ausbau der Nachmittagsbetreuung sowie des Platzangebotes in der Zwergenschaukel kann aber nur der erste Schritt sein, um unsere Familien und vor allem Frauen zu unterstützen.“

Die SPÖ & UA kritisieren dabei vor allem das Angebot in den Waidhofner Kindergärten. „Nur zwei unserer neun Kindergärten haben nach 13 Uhr überhaupt geöffnet“, sagt Bahr. „Weder auf der Zell noch in Raifberg oder in ländlichen Ortsteilen bietet die Stadt den Bewohnern eine moderne und auf die Arbeits- und Lebensrealität der Familien bezogene Kinderbetreuung.“

Diesen Vorwurf möchte die WVP nicht auf sich sitzen lassen: „Wir erheben im Bereich der Kinderbetreuung regelmäßig den Bedarf und orientieren uns an den Wünschen der Waidhofner“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. Diese Vorgehensweise erfolge auch im Bereich der Kindergärten. „Sobald es einen Bedarf von drei Kindern gibt, können wir die Betreuungszeit erweitern“, sagt Stadträtin Nadja Koger (WVP). Vier Kindergärten haben bei Bedarf über ihre Öffnungszeiten hinaus geöffnet.

„Kinderbetreuung sollte mitbedacht werden“

Die SPÖ & UA fordern in ihrer Aussendung aber nicht nur einen Ausbau der Öffnungszeiten der Kindergärten. „Beim Ausbau des Bene-Areals und vor allem bei der Schaffung des neuen Industriestandortes in Gstadt sollte die Schaffung einer modernen Kinderbetreuungsmöglichkeit mitbedacht werden“, sagt Katharina Bahr (SPÖ & UA). Für die Waidhofner Sozialdemokraten wäre hier etwa eine altersgemischte, firmenübergreifende Betreuungseinrichtung in den Betrieben oder eine Hort- oder Spieleeinrichtung denkbar.

„Grundsätzlich bemisst sich die Anzahl der Kindergartengruppen an der Bevölkerungszahl in der entsprechenden Altersgruppe. Hier sind wir also gut versorgt. Wenn man neue Konzepte schaffen will, muss man sich genau ansehen, wo Bedarf besteht“, sagt Krammer. „Wir werden in absehbarer Zeit den Kindergarten in der Vitzthum straße neu bauen. Dieser befindet sich direkt hinter dem Bene-Areal und hier macht es auch Sinn, eine Kleinkinderbetreuung mitzubauen.“ Das Bene-Areal selbst sei dafür nicht geeignet, hält der Stadtchef fest.

Betriebskindergärten seien im Grunde Privatsache, sagt Krammer. „Ich führe aber zum Beispiel mit dem Landesklinikum diesbezüglich schon länger Gespräche.“

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