Komödie über Nahostkonflikt im Schlosshofkino. Am 13. August zeigt der Verein Filmzuckerl beim Sommerkino mit „Tel Aviv on Fire“ eine Komödie aus Israel.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. August 2019 (04:34)
Filmladen
Am Dienstag, 13. August, zeigt der Verein Filmzuckerl in Kooperation mit dem Weltladen Waidhofen die israelische Komödie „Tel Aviv on Fire“.

Nach dem erfolgreichen Auftakt mit dem Berliner Großstadtmärchen „Cleo“ am vergangenen Dienstag steht im Waidhofner Kinosaal unter Sternen am Dienstag, 13. August, bereits die nächste Filmvorführung an. Die filmische Reise geht dann nach Israel: Der Verein Filmzuckerl zeigt in Kooperation mit dem Weltladen Waidhofen „Tel Aviv on Fire“ von Sameh Zoabi. Vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts wird darin ein politisch brisantes Thema in eine ebenso absurde wie unglaublich witzige, aber auch subtile Komödie verpackt.

Zum Inhalt: In Tel Aviv geht es heiß her. Zumindest laut der schnulzigen Soap Opera „Tel Aviv on Fire“, die jeden Abend über die TV-Bildschirme flimmert und Israelis wie Palästinenser vor dem Fernseher vereint. Der junge Palästinenser Salam ist Drehbuchautor des Straßenfegers und muss für die Dreharbeiten jeden Tag die Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland überqueren. Bei einer Checkpoint-Kontrolle gerät das Skript der nächsten Folge in die Hände des israelischen Kommandeurs Assi. Das kommt dem gelangweilten Grenzwächter gerade recht: Um seine Frau zu beeindrucken, zwingt er Salam, das Drehbuch umzuschreiben. Ein Bombenerfolg!

Von nun an denken sich Salam und Assi immer neue schnulzige Dialoge und absurde Plotentwicklungen aus. Der Einfluss des israelischen Militärs auf die populäre, eigentlich antizionistische Seifenoper wird immer größer. Aber dann soll die Serie abgesetzt werden, und Salam steht plötzlich vor einem Riesenproblem.

Regisseur bereits mehrfach ausgezeichnet

Regisseur Sameh Zoabi ist in Iksal, einem palästinensischen Dorf in der Nähe von Nazareth, geboren und aufgewachsen. Er studierte Filmwissenschaften und englische Literatur an der Universität Tel Aviv und erhielt ein Stipendium für ein Regie-Studium an der School of Arts der Colombia Universität. Zoabis besondere filmische Handschrift wurde vom Filmmaker Magazine gewürdigt, das ihn als einen der „Top 25 New Faces of Independent Cinema“ benannte. Seine Filme wurden auf vielen Festivals gezeigt und ausgezeichnet.

Am 20. August geht es beim Schlosshofkino dann weiter nach Schweden. Gezeigt wird „Astrid“, das filmische Porträt der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Seinen Abschluss findet das Sommerkino schließlich am 27. August in Österreich mit dem Dokumentarfilm „Exploring Hans Hass“. Regisseur Oliver Bruck und der aus Waidhofen stammende Cutter des Films, Gernot Grassl, werden nach dem Film für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.