Kleinregion Ybbstal: Kooperation seit 26 Jahren. Seit 1993 gibt es die Kleinregion Ybbstal bereits. Raumentwicklung steht im Fokus.

Von Lisa Hofbauer. Erstellt am 10. August 2019 (04:56)
Hofbauer
Gemeindevertreter – am Bild Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (Göstling), Amtsleiter Wolfgang Kefer (Hollenstein), Kleinregionssprecher Werner Krammer (Waidhofen), Bürgermeister Johann Lueger (Opponitz) und Vizebürgermeister Hermann Strobl (Göstling) – tourten durch die Kleinregion. Begleitet wurden sie dabei von Birgit Weichinger (l.)

Gemeindevertreter – allen voran Kleinregionssprecher Bürgermeister Werner Krammer – besuchten in der vorvergangenen Woche im Rahmen der Ybbstal-Tour 2019 zehn Gemeinden, um dort mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und die Kleinregion Ybbstal vorzustellen.

Die NÖN berichtete. „Die Tour war sehr erfolgreich und ist sowohl bei Bürgern als auch bei den Gemeindevertretern sehr gut angekommen“, zieht Kleinregionsberaterin Birgit Weichinger von der NÖ.Regional.GmbH Bilanz. Auch Kleinregionssprecher Krammer pflichtet ihr bei: „Die Ybbstal-Tour war eine wahre Bereicherung für die Gemeindevertreter und -bürger.“

Im Rahmen der Ybbstal-Tour wurde der Bevölkerung unter anderem die Kleinregion Ybbstal vorgestellt. Die Kleinregion wurde 1993 gegründet und besteht aus den zehn Gemeinden Allhartsberg, Kematen, Sonntagberg, Waidhofen, Ybbsitz, Opponitz, Hollenstein, St. Georgen/Reith, Göstling und Lunz am See. „Hauptziel dieses Zusammenschlusses ist die Kooperation bei verschiedenen Projekten“, erklärt Weichinger. „Jede Gemeinde hat ihre eigenen Stärken und Herausforderungen. Oft stehen sie aber auch vor den gleichen Aufgaben. Hier wollen wir es mit der Kleinregion den Gemeinden ermöglichen, sich gegenseitig auszutauschen.“

Kooperationsplan sieht 21 Projekte vor

Dieser Austausch erfolgt im Rahmen verschiedener Treffen. So finden zum Beispiel viermal jährlich Kleinregionssitzungen statt, an denen sowohl politische Vertreter als auch Amtsleiter teilnehmen. Die NÖ.Regional.GmbH steht den Gemeinden dabei beratend zur Seite. Die Themen, über die dabei gesprochen wird, sind vielfältig: „Vor einigen Jahren sprachen wir häufig über das Thema Flüchtlinge, jetzt geht es um die Mobilität und konkret um das Thema IST-Mobil“, sagt Weichinger. Vieles geschieht auch in enger Zusammenarbeit mit den LEADER-Regionen Eisenstraße und Moststraße.

Ziel für die nächsten Jahre ist die Weiterentwicklung von Kooperationsprojekten in den Gemeinden im Bereich Raumplanung und Gemeindeentwicklung. Dafür wurde 2018 der Interkommunale Kooperationsplan erstellt, der aus insgesamt 21 Projekten besteht. „Der Kooperationsplan ist ein Fahrplan der Gemeinden für die kommenden Jahre“, sagt Weichinger. Auch an den fünf Leitzielen (siehe Infobox) können sich die Gemeinden orientieren. „Es ist wichtig, dass man über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Das Thema Kooperation wird immer wichtiger“, sagt Weichinger.