TÜPl-Chef übergibt Zepter. Konstantin Lütgendorf kehrt Ende August in das Abwehramt des Bundesheeres zurück. Er zieht positives Fazit: „Wir haben viel erreicht. Ich werde das Waldviertel vermissen.“

Von Markus Füxl. Erstellt am 23. August 2019 (04:56)
NÖN
Konstantin Lütgendorf verlässt den TÜPl.

Nach über einem Jahr als „Chef“ des Truppenübungsplatzes (TÜPl) Allentsteig kehrt TÜPl-Kommandant Konstantin Lütgendorf in seine frühere Funktion im Abwehramt des Bundesheeres zurück.

„Ich werde das Waldviertel vermissen. Ich wurde mit offenen Armen aufgenommen und habe mich hier sehr wohl gefühlt“, sagt der 44-Jährige im Gespräch mit der NÖN.

Ende August übergibt er das Zepter an seinen Stellvertreter, Herbert Gaugusch. In ein paar Monaten wird Lütgendorf das Kommando offiziell an einen Nachfolger übergeben. Wer das sein wird, steht noch nicht fest.

Angelobt wurde Lütgendorf im Jänner 2018. Ein erklärtes Ziel war die Steigerung der Effizienz im militärischen und wirtschaftlichen Bereich. Vieles, was Lütgendorf sich vorgenommen hat, sei geglückt: „I did my job“, sagt er. So wurde das Gefechtszentrum Steinbach weiter ausgebaut. Dort sollen über 30 neue Gebäude errichtet werden.

Seine Erfahrungen, in einem forstwirtschaftlichen Betrieb groß geworden zu sein, hätten ihm geholfen, „Notwendigkeiten am TÜPl zu erkennen“, sagt der Kommandant. Eine dieser Notwendigkeiten war der Kampf gegen den Borkenkäfer.

"Stets versucht, Dinge neu zu denken"

So galt es, neue Brandschutzstreifenkonzepte auszuarbeiten. In Lütgendorfs Zeit als TÜPl-Kommandant fällt auch der Einsatz des lange geforderten splittergeschützten Harvesters. Vier weitere splittergeschützte Traktoren mit Anbaugeräten sollen noch heuer kommen. „Wir haben stets versucht, die Dinge neu zu denken und aus dem TÜPl in dieser Naturkatastrophe das bestmögliche herauszuholen.“

Auch das Öffnen des TÜPls gegenüber den Waldviertlern sei ein Ziel gewesen: „Bei einem Oktoberfest wollten wir uns bei der Bevölkerung bedanken, dass sie Verständnis für unser Donnern und Schießen haben.“

Für seinen Nachfolger gibt es einiges zu tun: „Es gilt, den TÜPl weiter nutzbar zu machen. Wir wollen die Blindgängerzone A noch weiter einschränken.“

Bei seinen Kameraden bedankt sich Lütgendorf für die positive Zeit: „Ich wünsche den Bediensteten und dem TÜPl weiter ein gutes Vorankommen und dass man gemeinsam die Herausforderungen annimmt und diese sich gegenseitig respektierend auch meistert.“