Martinsbergerin als Botschafterin am Opernball. Die 25-jährige Nora Aigner leidet unter dem extrem schmerzhaften Eagle-Syndrom, lässt sich aber dennoch nicht unterkriegen und eröffnete heuer den Wiener Obernball – als „Botschafterin der Menschen mit seltenen Erkrankungen“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Februar 2020 (14:54)
Nora Aigner hat sich auf dem Opernball in den Farben der weltweiten Kampagne des #RareDiseaseDay geschminkt und will damit ein Zeichen setzen.
Cosimo Lippe

Unterstützt wurde sie dabei von Pro Rare Austria – der Allianz für seltene Erkrankungen. „Rund 400.000 Menschen leben in Österreich mit einer so genannten seltenen Erkrankung“, betont Ulrike Holzer, stellvertretende Obfrau von Pro Rare Austria – Allianz für seltene Erkrankungen.

Nora erkrankte während ihres Französisch- und Psychologie-Studiums. Zunächst war nur klar: Sie konnte von einem Tag auf den anderen nicht mehr sprechen, nur unter großen Schmerzen schlucken und musste sich mit Gesten und Zettelchen verständigen. Erst nach rund einem Jahr und einer Odyssee von einem Arzt zum nächsten erhielt sie die niederschmetternde Diagnose „Eagle-Syndrom“. Nur etwa 0,16 Prozent der Menschen erleiden diese Erkrankung, die durch zahlreiche, sehr variierende schmerzhafte Symptome im Gesicht-, Rachen- und Ohrenbereich gekennzeichnet ist.

Nora will damit anderen Mut machen und ein Zeichen setzen, dass sich Menschen mit unsichtbaren Krankheiten nicht verstecken müssen. Öffentlichkeit-wirksam schminkte sie sich im Stil der weltweiten Kampagne „Rare is many“ unter #RareDiseaseDay ihre Hände und trat so auf dem Ball auf.

Mehr auch auf ihrem Instagram-Blog @nora.punzel.