Kreativ: Zwettler Bierverkostung im Netz. Weniger Umsatz bei der Zwettler Brauerei wegen Corona. Mehr digitale Angebote, wie eine Verkostung per Facebook.

Von Markus Füxl. Erstellt am 24. November 2020 (10:32)
Viktoria Gretz und Martin Pichler verkosteten mit Zwettler-Fans Biere – das nicht vor Ort, sondern erstmals per Livestream auf Facebook.
Privatbrauerei Zwettler

Mit den Folgen des erneuten Lockdowns hat auch die Privatbrauerei Zwettl zu kämpfen. Während im Frühjahr und Sommer der Bierabsatz im Lebensmittelhandel gut verlief, sind die Gastronomie- und Veranstaltungsumsätze so gut wie auf null gestellt.

Verstärkter Griff zu Spezialbieren bemerkbar

Marketingleiter Rudolf Damberger sagt dazu: „Bier wird zwar immer getrunken, aber es ist ein geselliges Produkt, und die Lage ist seit dem aktuellen Lockdown-Light ja wieder alles andere als gesellig. Der Absatzentgang in der Gastronomie kann nicht aufgeholt werden – das bedeutet, diese Umsätze werden uns fehlen, zumal es ja aktuell auch keine klare Perspektive gibt, wann Gastronomiebetriebe wieder aufsperren können.“

Seit Corona bemerkt Damberger einen verstärkten Griff zu Spezialbieren, viele bierinteressierte Konsumenten lernen diese jetzt statt in der Gastronomie im Lebensmittelhandel kennen und schätzen.

Darauf reagierte der Zusammenschluss „CulturBrauer“ mit einer Online-Bierverkostung mit Zwettler und Freistädter. Martin Pichler und Viktoria Gretz stellten in einem Video auf Facebook zehn Biere von Zwettler vor, im Vorfeld wurden Bierpakete zum „Mittrinken“ verlost.

Damberger rechnet damit, dass sich die Gastro-Umsätze frühestens zur Mitte des kommenden Jahres normalisieren werden: „Natürlich freuen wir uns schon sehr, wenn die Gastronomie ihre Pforten wieder öffnen kann.“