Gotteshaus in Kirchbach wird saniert. Kirchengebäude soll außen und innen saniert werden. Die Möbel werden restauriert und es gibt einige Neuerungen. Details folgen in den nächsten Wochen.

Von Martina Hofer. Erstellt am 21. Februar 2020 (15:06)
Besichtigten das Gotteshaus in Kirchbach: Karl Mayerhofer-Sebera vom Pfarrverband, Pastoralassistentin Eva Spreitzer und Bürgermeister Josef Wagner.
Martina Hofer

Das Gotteshaus soll 2020 saniert werden. Die NÖN war vor Ort und Bürgermeister Josef Wagner, Diakon Karl Mayerhofer-Sebera sowie Pastoralassistentin Eva Spreitzer gaben einen Ausblick in die Zukunft:

„Die Renovierungsarbeiten sind vom Bundesdenkmalamt bereits abgesegnet und sollen im Sommer beginnen“, sagt Mayerhofer-Sebera im Gespräch. Geplant ist auch, die Arbeiten im heurigen Jahr fertigzustellen. „Die letzte Renovierung der Kirche fand bereits in den 60er Jahren statt“, weiß Pastoralassistentin Eva Spreitzer. „Die ältesten Teile der Kirche stammen aus dem Mittelalter. Erste schriftliche Erwähnungen der Kirche weisen auf die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück.“

Laut dem Restaurator Ralf Wittig wurde der Innenbereich des Gotteshauses seit 1725 nur vier mal ausgemalt. Die alten Wände sind im Laufe der Jahre stark verschmutzt und die Fußbodenplatten sind teilweise gebrochen.

Geplant ist die Neugestaltung des liturgischen Bereiches. Der Altar, die Kanzel und sonstige Möbel werden fachmännisch restauriert. Der Taufstein wird umgesetzt. Die seitliche Marienkapelle wird zum Gebetsraum umgestaltet und von der restlichen Kirche mit einer Glaswand abgetrennt. Die bereits vorhandene Pelletsheizung wird ergänzt, sodass nicht nur die Sitzbänke beheizt werden können, sondern auch der Altar und die Kapelle. Es soll ein neuer Boden über dem alten Steinboden verlegt werden. Ein neues Lichtkonzept wird ebenfalls installiert. Zudem werden die Kirchenmauern innen und außen originalgetreu saniert.

Die Kosten belaufen sich auf rund 180.000 Euro

Die Kosten für diese nachhaltige Renovierung der Kirche werden derzeit mit 180.000 Euro veranschlagt. Der Betrag wird auch durch die strikten Vorgaben vom Bundesdenkmalamt begründet. „Die Kirche wird immer mehr zum Museumsraum und immer weniger zum Raum für gelebten Glauben“, meint Mayerhofer-Sebera. „Die Kirche ist ein Kulturgut, dass erhalten werden muss“ weiß Bürgermeister Josef Wagner.

Restaurator Ralf Wittig aus Zwettl soll die Restaurierungsarbeiten übernehmen. Finanziert wird das Projekt durch Förderungen vom Land Niederösterreich, dem Bundesdenkmalamt, der Diözese, der Gemeinde Kirchbach sowie durch Eigenleistungen der Pfarre. Die genaue Höhe der jeweiligen Förderung ist noch nicht bekannt.

Große Unterstützung bekommt die Pfarre von Architekt Josef Wagner (nicht zu verwechseln mit Bürgermeister Josef Wagner). Der gebürtige Kirchbacher wohnt in Wien und arbeitet in Krems. Er unterstützt die Pfarre unentgeltlich.

„Zusammenarbeit ist wichtig“, bestätigt Mayerhofer-Sebera. Besonders freut es ihn, dass die Gemeinde das Projekt unterstützt. Alle Projektdetails werden in den nächsten Wochen von der Pfarrgemeinde vorgestellt.