Zwettl in der Mittelmäßigkeit. Über eine Anpassung der Erwartungshaltung in Zwettl.

Von Mathias Schuster. Erstellt am 04. September 2019 (01:54)

Im Anschluss an ein vielversprechendes Frühjahr ist der SC Zwettl nach nur fünf Runden wieder am Boden der Realität angekommen. Platz zehn, den der Trainer als nüchternes Ziel ausgibt, wirkt auf den ersten Blick tiefgestapelt, denn der erste Anzug kann sich am Papier doch sehen lassen. Aufgrund vieler Verletzungen, gepaart mit einer recht dünn besetzten Offensive, dürfte die trockene Vorhersage von Helmut Anderst aber nicht allzu weit hergeholt sein.

Auch wenn die Ambitionen gerne etwas höher sein dürfen, was sie intern bestimmt auch sind. Das Potenzial dafür ist, vorausgesetzt die Startelf ist voll besetzt, grundsätzlich auch vorhanden – Zwettl hat kein Leistungsproblem, steckt vielmehr in einer reinen Ergebniskrise, wie das Derby in Schrems einmal mehr zeigte. Es fehlt aber die Selbstverständlichkeit vor dem Tor, oder auch das Quäntchen Glück, das im Frühjahr so viele Siege bescherte.

Beides kann man sich im Training kaum aneignen. Fehlt es, kann die Mannschaft den Erfolg auch nicht erzwingen, da der Qualitätsunterschied zu vielen anderen Vereinen derzeit nicht so groß ist, wie man ihn gerne gesehen hätte. Die Fans müssen ihre Erwartungshaltung also langsam aber sicher runterschrauben.