Der Weg zu den vier Ähren in Waldhausen. Waldhausen feierte mehrere Jubiläen: 50 Jahre Großgemeinde, 1969 kam Gemeindewappen dazu.

Von Markus Füxl. Erstellt am 04. September 2019 (03:37)

Gleich zwei Jubiläen feierte die Gemeinde Waldhausen beim Regionsfest der 14 Kernland-Gemeinden am 1. September. So standen 50 Jahre Großgemeinde sowie 40 Jahre Markterhebung im Mittelpunkt des Festaktes. Auch die Regenschauer taten der guten Laune keinen Abbruch.

Bürgermeister Christian Seper und Kernland-Geschäftsführerin Doris Maurer begrüßten die zahlreichen Gäste. Seper bedankte sich vor allem beim ehemaligen Bürgermeister Erich Mayer, der sich dafür einsetzte, dass die Gemeinde nach fünf vergeblichen Versuchen schließlich am 21. Oktober vor 40 Jahren zur Marktgemeinde erhoben wurde. „Im Bezirk Zwettl ist die Anzahl von 110 Gemeinden auf das heutige Maß von 24 Großgemeinden geschrumpft“, erläuterte Seper.

 „Die Gemeinschaft in Waldhausen ist wie eine Familie, die Vereine wie Kinder, die aktiv sind.“ Kernland-Geschäftsführerin Doris Maurer.

 1969 wurde das heutige Gemeindewappen genehmigt, das vier Ähren zeigt. Sie repräsentieren die vier Kleingemeinden Brand, Niedernondorf, Obernondorf und Waldhausen.

Landtagspräsident Karl Wilfing sagte zur Zusammenlegung der Gemeinden: „Viele hatten Angst, dadurch die eigene Identität zu verlieren. Nach 50 Jahren kann ich hier sagen: Es hat sich bewährt.“ Im Rahmen des Festaktes wurde das neue Feuerwehrhaus sowie das Freibad, der Jugendtreff und der Spielplatz von Pfarrer Thomas Tomski gesegnet.

Feuerwehrkommandant Manfred Häusler bedankte sich bei den Helfern für insgesamt 5.600 freiwillige Arbeitsstunden. Die Wehr teilt sich das neue Feuerwehrhaus mit dem Dorferneuerungsverein: „Es ist schön, wenn sich im Feuerwehrhaus was rührt“, sagte Häusler. Die Obfrau der Dorferneuerung, Cornelia Fessl, freute sich, dass der neue Spielplatz eingeweiht wurde: „Das Trampolin ist das Highlight. Das benützen auch immer wieder die Mamas.“

Florian Rauscher, Obmann der „Jugend Waldhausen“, strahlte über den Jugendtreff und das Freibad: „Es ist hier perfekt für ein gemütliches Feierabendbier oder zum Grillen und Schwimmen.“ Für die Ehrengäste gab es je eine Flasche DAC-Wein. Karl Wilfing kommentierte: „Wisst‘s eh, das heißt ‚der antike Karl‘.“ Kernland-Obmann Robert Hafner bezeichnete das Regionsfest als „Plattform, wo alles Gute vor der Haustüre präsentiert werden kann.“

Verschiedene Themenschwerpunkte

Für das Regionsfest verwandelte sich der Platz in und vor der Mehrzweckhalle zur Erlebnismeile. Unter den Themenschwerpunkten Gesundheit, Familie sowie Umwelt und Klima konnten die Besucher allerhand selbst ausprobieren.

Ein Highlight bei den vielen Ständen war der Überschlagssimulator des ÖAMTC, bei der die Probanden in einer vereinfachten Autovorrichtung auf den Kopf gedreht wurden. „Wir sagen dazu Blutwäsche im Kopf“, erklärte Gregor Badura vom ÖAMTC lachend.

Am Stand von Sportland Niederösterreich stattete der Tischtennis-Europameister und gebürtige Unterlembacher Stefan Fegerl dem Fest einen Besuch ab. Er spielte einige Ringerl-Runden mit den Besuchern, bevor er Preise für die Kinder ausloste..