Sechs Gemeinden im Bezirk Zwettl melden Corona-Fälle. Die Bürgermeister von Echsenbach, Schwarzenau, Göpfritz an der Wild und Grafenschlag informieren über Covid-19-Fälle in ihren Gemeinden. In Sallingberg und Großgöttfritz sind Ärzte nach Kontakt in Quarantäne. Bürgermeister fordert schärfere Polizei-Kontrollen.

Von Markus Füxl und Martina Hofer. Erstellt am 28. März 2020 (12:02)
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Laut Gesundheitsministerium waren mit Stand 28. März, 11.30 Uhr, im Bezirk Zwettl 17 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Mittlerweile informierten mehrere Gemeinden in einem offenen Schreiben über Gemeindebewohner, die Covid-19-positiv seien.  So gibt es laut den Bürgermeistern in den Gemeinden Echsenbach, Schwarzenau, Göpfritz an der Wild und Grafenschlag je einen Covid-19-Fall. Eine erhöhte Gefahr einer Infektion für die Bevölkerung bestünde aktuell aber nicht, schreibt etwa Karl Elsigan in Schwarzenau.

Die Gemeindevorstände weisen in ihrem Schreiben hin, weiter die Maßnahmen der Bundesregierung zu befolgen, so etwa Echsenbachs Bürgermeister Josef Baireder: "Ich ersuche aber, die propagierten Maßnahmen, wie Abstand halten, regelmäßiges Händewaschen (vor allem nach Außentätigkeiten), keine direkten persönlichen Kontakte mit älteren und gefährdeten Personen, weiterhin besonders zu beachten!"

Ärzte nach Kontakt mit Corona-Patient in Quarantäne

Durch telefonische Nachfrage der NÖN wurde bestätigt, dass die Ordination von Dr. Sieglinde Kainz aus Großgöttfritz derzeit unter Quarantäne gestellt ist, da sich in ihrer Praxis ein positiver Coronafall befunden hat. Laut Gemeindehomepage hat die Ordination bis Palmsonntag, 5. April geschlossen.

Auch die Ordination von Dr. Florian Glaßner aus Sallingberg befindet sich bis 31. März in ärztlicher Quarantäne aufgrund des Kontakts mit einem positiv getesteten Patienten. Der Allgemeinmediziner ist Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag vormittags ab 7.30 Uhr telefonisch für Auskünfte erreichbar. In dringenden Fällen solle man 144 oder 1450 kontaktieren. Sallingbergs Bürgermeister Leopold Bock appelliert an alle Bürger: „Man muss vorbeugen. Das Virus ist sehr gefährlich und es ist schade, um jeden der daran stirbt. Leider gibt es immer noch schwarze Schafe, die sich nicht an die Sicherheitsmaßnahmen halten.“ Bock sei deshalb auch für vermehrte Kontrollen durch die Polizei.