Mühlbacher übernimmt das Waldbad Rappottenstein. Karin Mühlbacher wagt den Schritt in die Selbstständigkeit: Sie ist ab sofort die neue Pächterin im Waldbad Rappottenstein.

Von Markus Füxl. Erstellt am 16. April 2021 (05:11)
Bürgermeister Josef Wagner und Vizebürgermeisterin Sonja Hörth freuen sich, mit Karin Mühlbacher (Mitte) rasch eine neue Pächterin für das Waldbad in Rappottenstein gefunden zu haben. 
Markus Füxl

Wechsel im Waldbad: Nachdem der vorherige Pächter gekündigt hat, steht mit der 49-jährigen Karin Mühlbacher eine Nachfolgerin in den Startlöchern.

„Wir sind sehr froh, mit Karin Mühlbacher so schnell eine zukunftsträchtige Pächterin gefunden zu haben“, freuen sich auch Bürgermeister Josef Wagner und Vizebürgermeisterin Sonja Hörth. Der bisherige Pächter löste Ende Februar den Vertrag auf. „Der Grund war Corona, er hat es sich nicht mehr weiter zugetraut“, erklärt Wagner.

Mit Karin Mühlbacher folgt eine in der Gastronomie erprobte Fachfrau: 13 Jahre lang arbeitete sie in den Wintersaisonen in Salzburg am Katschberg in der Nachtschicht. „Das war anstrengend, aber ich habe es nie bereut. Ich rate den jungen Gastronomen: Geht raus und schaut euch die Welt an. Dann kann man noch immer heim kommen.“

Für die 49-Jährige ist es tatsächlich ein „Heimkommen“ - sie wohnt in Gschwendt, nur wenige Fahrminuten von Rappottenstein entfernt. Zuvor arbeitete sie bereits unter dem vorherigen Pächter als Restaurantfachfrau.

Auf Bewährtes setzen

An der Inneneinrichtung ist bis auf einige kleine Adaptierungen alles gleich geblieben, auch der Dartautomat wartet bereits auf die ersten Spieler. Kulinarisch soll es neben schnellen Gerichten wie Speckbrot, Wurstsalat und gemischte Platten auch Klassiker wie Schnitzel, Gulaschsuppe und Toast geben. Nicht fehlen darf neben dem Badeteich natürlich auch Eis und Pommes. Der Gastronomiebetrieb soll ganzjährig geöffnet sein: „Ich möchte einen Treffpunkt für Jung und Alt bieten“, erklärt Mühlbacher.

Üblicherweise läuft die Badesaison ab Mai bis Ende August. Dann plant Mühlbacher auch, Praktikanten und eventuell eine Teilzeitkraft zu beschäftigen. Eine überdachte Terrasse soll dann auch gemütliche Sitzgelegenheiten bieten. Der Beachvolleyballplatz und der angrenzende Spielbereich bleiben auch mit der neuen Pächterin gleich und sollen als Anziehungspunkte dienen.

Jetzt fehlt nur mehr das Ok seitens der Bundesregierung für die Gastronomie. Der Appell von Mühlbacher ist eindeutig: „Sie müssen uns bald aufsperren lassen. Es muss weitergehen.“