Allensteig: „Optimistisch ins Jahr 2021 blicken“. In Allentsteig geht gerade einiges vorwärts. Nach Absegnung des Rechnungsabschlusses 2020 ist der Bürgermeister zuversichtlich.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 14. Mai 2021 (05:12)
Allentsteigs Bürgermeister Jürgen Koppensteiner (ÖVP).
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Eine Fülle an Themen gab es bei der letzten Gemeinderatssitzung im Sitzungssaal des Allentsteiger Rathauses. Gleich 33 Punkte standen auf der Tagesordnung.

FPÖ unzufrieden mit Rechnungsabschluss

Eines der größten Themen war gleich zu Beginn der Rechnungsabschluss 2020, ein Jahr, das eine besondere Herausforderung darstellte. So seien die Ertragsanteile um 9,23 Prozent (circa 142.000 Euro) gegenüber dem Jahr 2019 eingebrochen. ÖVP-Bürgermeister Jürgen Koppensteiner freut sich über ein trotzdem gutes Ergebnis: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten wir wichtige Projekte umsetzen. Darauf aufbauend können wir optimistisch ins Jahr 2021 blicken.“ Nicht ganz zufrieden zeigte sich allerdings die FPÖ-Fraktion, die mit Gegenstimmen eine einstimmige Absegnung des Rechnungsabschlusses verhinderte.

Abrissarbeiten im Herbst

In weiterer Folge ging es um die Abrissarbeiten der Gebäude Hauptstraße 2 und 4, die NÖN hat berichtet. Um in Zukunft auf dem Gelände neu bauen zu können, wurden jetzt Angebote für den Abriss vergeben. „Der Plan ist, die beiden Häuser im Herbst abzureißen“, schildert Bürgermeister Jürgen Koppensteiner. Verkehrsbehinderungen müssten Anrainer durch die Arbeiten nicht befürchten. Was genau nach dem Abbruch auf dem Gelände folgen soll, sei noch nicht entschieden. „Wir werden dann noch sehen, was sich für Möglichkeiten entwickeln, vielleicht mit der Wohnungsgenossenschaft“, meint Koppensteiner.

Straßensanierungen rund um See

Schon im Sommer wird dagegen an anderer Stelle gewerkt. Die Ottensteiner Straße wird im August saniert. Im Zuge dessen will die Gemeinde auch eine Oberflächensanierung der Seestraße, der Schaichgasse und eines Abschnitts der Waldgasse durchführen. Auch Gehsteige, Parkplätze, Randleisten und Schächte sollen erneuert werden. Für den Güterweg Zwinzenweg ist ebenfalls eine Sanierung angedacht. Insgesamt werden für diese Straßenbauarbeiten mehr als 200.000 Euro investiert. Kurzzeitige Verkehrsbehinderungen seien laut Koppensteiner im August möglich.

Geburtstagsgeschenk für Kindergarten

Große Bauvorhaben gibt es in weiterer Folge auch für 2022. Rechtzeitig zum 50. Jubiläum soll dem Kindergarten eine umfangreiche Sanierung spendiert werden. Ein Budget von 24.000 Euro wurde dafür festgelegt. Unter anderem soll der Multifunktionsraum mit einer Lärmschutzdämmung ausgestattet werden. Auch Adaptierungen des Spielplatzes sind vorgesehen. Dazu gehört auch der Spielplatz in der Viktor Fertgasse. Hier soll noch vor dem Sommer ein neuer Spielturm mit Seildschungel aufgestellt werden.

LED-Umstellung wird vorangetrieben

Neues gibt es zudem zum Thema LED-Umstellung. Hier treibt die Gemeinde das Vorhaben der kompletten Umstellung mit großen Schritten voran. Rund 42.000 Euro werden erneut investiert. Im Sommer werden dadurch wieder über 90 Lichtpunkte im gesamten Gemeindegebiet umgestellt. „Es geht gut voran. Mit Ende nächsten Jahres werden wir voraussichtlich mit dem Großteil der LED-Umstellung fertig sein“, meint Koppensteiner.

Kanal und Wasser für Ziegelofenstraße

Arbeiten stehen zudem im neu erweiterten Betriebsgebiet Ziegelofenstraße an. Die Erweiterung sei bereits zu einem guten Stück abgeschlossen und ein Großteil der neuen Grundstücke verkauft. Jetzt soll mit Kanal und Wasser auch die nötige Infrastruktur geschaffen werden. Für das Projekt wurden die Ziviltechnikerleistungen für die Planung und Bauausführung in der Höhe von rund 37.000 Euro vergeben. „Im Optimalfall werden die Arbeiten noch heuer beziehungsweise nächstes Frühjahr abgeschlossen“, sagt Koppensteiner.

Bauland am TÜPl

In Gesprächen ist die Gemeinde momentan mit dem Truppenübungsplatz. Thema sind drei Grundstücke, die die Gemeinde als Bauland aufschließen will. Aktuell ist die besagte Fläche allerdings noch im Besitz des Bundesheeres. „Die Grundstücke grenzen direkt an bereits bestehende Wohnflächen an und würden sich deshalb perfekt anbieten“, meint der Bürgermeister. Noch warte man auf eine Rückmeldung des Niederösterreichischen Militärkommandos.

Positives Zwischenfazit

Bürgermeister Koppensteiner zeigte sich am Ende der Sitzung zufrieden mit dem Fortschritt: „Ich bin sehr froh, dass wir mit den bisherigen Sitzungen des laufenden Jahres bereits den Großteil der Projekte für 2021 beschließen konnten. Somit können die erteilten Aufträge auch zeitgerecht in diesem Jahr ausgeführt werden.“