Reisebüros von Corona-Krise stark getroffen. Zeit der Ungewissheit in den Waldviertler Büros: „Verlieren Geschäft der letzten Monate.“

Von Markus Füxl und Karin Widhalm. Erstellt am 03. April 2020 (06:13)
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Die aktuelle Situation ist auch für die Reisebüros herausfordernd. Sabine Holzapfel-Friedrich von der ÖAMTC-Reisebürofiliale in Horn erklärt: „Die Herausforderung ist jetzt, die Kunden aufzufangen, für sie da zu sein. Sie sind dankbar, dass sich Reisebüros bei diesem Wirrwarr und den Wartezeiten darum kümmern.“

Kunden stornieren gerade vieles. „Die Reiseveranstalter und Fluglinien arbeiten sehr professionell, wir werden umgehend informiert und dem Kunden werden Umbuchungen auf einen späteren Termin, sogar für 2021, angeboten.“ Für Abreisen ab Mitte Mai müsse die Situation neu bewertet werden. Das Mittelmeer, Russland, Pauschal- und Städtereise seien heuer beliebt gewesen.

Im Raiffeisen Reisen-Büro in Zwettl gab es bisher 28 Absagen sowie sechs Umbuchungen. „Die meisten verschieben auf den Sommer oder den Herbst, manche auch auf das Frühjahr 2021. Manche erkundigen sich wegen einer Kreuzfahrt kommendes Jahr oder denken darüber nach, heuer über Weihnachten in die Wärme zu fliegen“, erklärt Filialleiterin Christine Lagler.

Anrufe aus aller Welt rund um die Uhr

Aufgrund der Zeitverschiebungen läutet das Telefon in Zwettl zu jeder Tages- und Nachtzeit und das an sieben Tagen in der Woche. „Hinter fast jedem Anruf stecken Angst und Ungewissheit, aber die Kunden vertrauen uns und wir tun alles, um ihnen zu helfen“, sagt Lagler. Generell sei die Touristik besonders hart von der Krise getroffen, erklärt die Filialleiterin: „Wir machen seit Wochen nicht nur kein neues Geschäft, sondern wir verlieren derzeit auf Grund der vielen Stornierungen und Reiseabsagen auch unser komplettes Geschäft der letzten Monate!“