Podiumsdiskussion: PEFC-Gütesiegel für den Wald. „PEFC“ ist ein Gütesiegel, das für nachhaltige und klimafitte Waldbewirtschaftung unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten steht.

Von Martina Hofer. Erstellt am 22. September 2019 (04:35)
Martina Hofer
Herbert Grulich, Gerhard Blabensteiner, Waldverband NÖ Obmann Franz Fischer, Kurt Ramskogler Päsident der Naturschutzplattform Biosa Biosphäre Austria, PEFC-Geschäftsführer Gerhard Pichler, Manfred Ergott, Anne Blauensteiner, Peter Sattler, Christof Kastner und Franz Kirnbauer.

Zum Thema „Wozu brauchen wir PEFC“ wurde am 16. September in der Wirtschaftskammer Zwettl diskutiert.

Laut Kurt Ramskogler, Päsident der Naturschutzplattform Biosa Biosphäre Austria, ist PEFC das weltweit bedeutendste Nachhaltigkeitssiegel für Holz und Holzprodukte und sei Garant für gesunde, produktive und artenreiche Wälder. Das PEFC-Siegel steht für nachhaltige und klimafitte Waldbewirtschaftung, bei der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden.

Das System gewährleistet, dass der Wald mit seinen vielfältigen Funktionen für zukünftige Generationen erhalten bleibt und Raubbau verhindert wird. Die strengen Kriterien, an denen die Bewirtschaftung der Wälder ausgerichtet wird, werden von unabhängigen Auditoren geprüft.

Bekanntheitsgrad gering

„Produkte mit Siegel werden Markenprodukten vorgezogen“, meint Ramskogler. Der Bekanntheitsgrad des PEFC-Siegels sei aber gering. NÖ Waldverband-Obmann Franz Fischer betonte die Wichtigkeit, aktiv im Wald zu wirtschaften, sodass er für die Nachkommen erhalten bleibt. „Wir müssen uns selber auf die Füße stellen und schauen, dass wir aus der jetzigen Situation das Beste machen“, meint er und betonte, dass die Waldbesitzer die wahren Naturschützer wären. Im Anschluss sprachen auf dem Podium Peter Sattler von Pro Holz, Franz Kirnbauer, Christof Kastner und Manfred Ergott über die Branche. Spannende Diskussionen zu den Themen nachhaltige Waldwirtschaft und Förderung von regionalen Produkten entstanden.

Vom Publikum wurde unter anderem die schlechte Kommunikation kritisiert und der Wunsch nach einer Vereinfachung des Namens geäußert. Es gab den Vorschlag Betriebe, die PEFC Zertifiziert sind, mit Tafeln besser kenntlich zu machen. Weiters sei der Name PEFC verwirrend udn man wissen nicht, was das Siegel genau bedeute. Weiters beanstandete das Publikum, wie auch Martinsbergs Bürgermeister Friedrich Fürst: „Der Bekanntheitsgrad des Siegels ist nicht groß.“

Doris Maurer vom Waldviertler Kernland hatte hingegen lobende Worte für den Facebook-Auftritt von PEFC übrig. „Die Kampagne, die momentan auf Facebook läuft, ist wirklich toll“, meinte sie und weiter: „Der Weg, der eingeschlagen wurde ist ein sehr, sehr guter.“

Ramskogler betonte zum Schluss die Kooperationen mit den Fachschulen, um junge Menschen für das Thema zu begeistern. Ein Seminar zum Thema „Was braucht der Wald“ findet am Donnerstag, 19. September ab 9 Uhr an der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof statt.